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Der Gesundheitsexperte der SPD, Karl Lauterbach hat ein einheitliches bundesweites Rauchverbot gefordert. «Wenn jetzt in Deutschland die Politik auf Landesebene erneut vor der Tabakindustrie und den Gastwirten in die Knie geht, muss der Bund handeln», so Lauterbach in der «Bild am Sonntag»: «Dann sollte der Gesetzgeber ein einheitliches bundesweites Rauchverbot in Gaststätten erlassen, etwa durch Regelungen beim Arbeitsschutz. Dies wäre besser als ein politischer Flickenteppich.»
Lauterbach meinte weiter, dass zu Hause jeder rauchen können so viel er will: «Aber es gibt kein Recht, Gäste und Mitarbeiter tödlichen Gefahren auszusetzen.» Lauterbach kritisiert zudem, dass das Rauchverbot erst wenige Monate in Kraft ist und es schon jetzt ausgehöhlt wird: «Manche Landesregierungen glauben den Alarmrufen von Zigaretten-Lobby und Gastwirten und erlauben wieder das Qualmen in Eckkneipen oder Bierzelten.»
Rauchverbote in Lokalen schützen Beschäftigte und Gäste, so der Bundestagsabgeordnete weiter. In Italien und Irland sei die Quote der Herzinfarkte innerhalb weniger Monate um zehn Prozent gesunken. «Dies ist ein Erfolg, der mit keiner gesundheitspolitischen Maßnahme, selbst mit der Verdoppelung der Ausgaben für Arzneimittel, hätte erreicht werden können», machte Lauterbach zudem deutlich. (ddp)
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