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News vom 15. Juni 2008
Offenbar gibt es für den Kauf der Postbank einen weiteren Interessenten. Medienberichten zufolge signalisierte die britische Bank Lloyds TSB ihr Interesse und möchte eventuell für die Tochter der Deutschen Post bieten. Die Bank würde bei der Abgabe eines Angebots von der US-Investmentbank Lehman Brothers beraten werden, dabei muss sie sich mit der Offerte jedoch nicht beeilen. Eine Stellungnahme der Lloyds TSB steht noch aus.
Post-Chef Frank Appel erklärte unterdessen, dass er weder Hast noch Eile bei dem Verkauf der Postbank empfinde, sondern sich nach dem Besten für Deutsche Post und Postbank richte. Man bestimme selbst den Prozess und sondiere Möglichkeiten, beteilige sich aber nicht an Spekulationen, betonte Appel.
Bislang gibt es offenbar noch gar keine formelle Entscheidung darüber, ob die Postbank überhaupt verkauft wird. Finanzkreisen zufolge seien letztlich nur die verbindlichen Gebote entscheidend. Die Interessenbekundungen bislang lägen deutlich über dem Börsenwert von 10 Milliarden Euro. Dazu wollte sich Appel nicht äußern. Demnächst sollen Interessenten die Gelegenheit haben, Einblicke in die Bücher der Postbank zu erhalten, Experten gehen davon aus, dass die Auswahl eines Käufers dann zügig vonstatten geht.
Man rechnet mit einer Handvoll verbindlicher Gebote, unter ihnen auch Gebote von der Commerzbank und der Allianz, die zusammen auftreten. Medienberichten zufolge plant die Allianz eine Fusion der beiden Häuser mit ihrer Tochter Dresdner Bank, um so konkurrenzfähig zur Deutschen Bank zu werden. Mehrere Insider bestätigten zudem, dass es auch aus dem Ausland anhaltendes Interesse an der Postbank gäbe.
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