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Diebstahl im Unternehmen – was tun bei „Firmenklau“?

Diebstahl im Unternehmen – was tun bei „Firmenklau“? © Juergen Jotzo / pixelio.de

Das Thema Diebstahl, Betrug und Unterschlagungen durch Mitarbeiter im eigenen Unternehmen wurde in den letzten Jahren häufig diskutiert. Was können Arbeitgeber aber tun, wenn es Verdachtsmomente gibt und wann werden die zulässigen Grenzen bei der Mitarbeiterüberwachung überschritten?

Als Chef sind Ihnen schon seit Längerem stark gestiegene Verbrauchskosten für bestimmte Materialien im Firmenlager aufgefallen? In der Kasse gibt es häufiger ungeklärte Differenzen? Die Spesenabrechnungen einzelner Mitarbeiter im Außendienst erscheinen fragwürdig? Was kann man als Arbeitgeber unternehmen, wenn der Verdacht des Diebstahls oder Betrugs gegen Mitarbeiter aufkommt? Dies ist in der Tat ein umfangreiches juristisches Thema, die bisher ergangene Rechtsprechung zeigt sich ambivalent. Es kommt daher auf den speziellen Einzelfall an. In einem Fall genügte der geringfügige Verzehr von Lebensmitteln aus dem Bestand des Arbeitgebers am Arbeitsplatz, da er als Bagatelldelikt angesehen wurde, nicht für die Aussprache einer fristlosen Kündigung. In einem anderen Fall entschieden die Richter, dass bei einer Mitnahme abgeschriebener Ware des Betriebs durch Mitarbeiter ein hinreichender Grund für die fristlose Kündigung gegeben war. Argumente, die bei der Beurteilung hinzugezogen wurden, sind etwa die Dauer der Beschäftigung des Mitarbeiters, vorangegangene Tatbestände und die Absicht auf Wiederholung der Tat. Grundsätzlich handelt es sich jedoch bei jeder, noch so geringen, Aneignung von Eigentum des Unternehmens um eine Straftat. Bei einigen Fällen gingen die Richter soweit, dass schon der Verdacht auf Betrug ausreichte, um einen Mitarbeiter ohne die Einhaltung von Kündigungsfristen vor die Tür zu setzen.

Arbeitgeber – Pflicht zur Vorausschau und Mitwirkung

Bei der näheren Betrachtung von Fällen des Unternehmensdiebstahls konnte man allerdings feststellen, dass in vielen, vor allem in kleinen und mittelständischen, Firmen keinerlei Kontrollen oder Überwachungssysteme eingesetzt wurden. Bei der eindeutigen Überführung eines Diebstahls kam es ebenfalls häufig vor, dass der bestohlene Unternehmer sich nicht oder nur teilweise über seine Rechten und Pflichten in diesem Zusammenhang im Klaren war. So blieben fällige Abmahnungen aus und Überprüfungen von einzelnen Mitarbeitern oder die Einführung von Kontrollen im gesamten Unternehmen wurden schlichtweg versäumt. Auch die Einschaltung externer, spezialisierter Überwachungsfirmen, etwa einem Spezialisten für Beweisermittlung wie die Detektei Lentz, zur verdeckten Kontrolle im Unternehmen, wird von Firmen bisher nur selten in Erwägung gezogen. Man fürchtet sich dabei auf rechtlich ungesicherten Boden zu begeben, obwohl interne Kontrollen in gewissem Rahmen durchaus zulässig sind. Gerade zur Klärung der rechtlichen Tatbestände und bei der Beschreitung gesetzeskonformer Wege der Überführung von strafbaren Handlungen in Firmen haben professionelle Ermittler die geeigneten Maßnahmen in der Hand. Wer also den Verdacht hat, dass im eigenen Unternehmen etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, tut gut daran, sich der Hilfe von Profis zu bedienen.

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