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Janine Kunze: Mutter war eine Prostituierte

Janine Kunze: Mutter war eine Prostituierte Janine Kunze ist unter die Autoren gegangen. Am Dienstag erscheint ihr Buch "Geschenkte Wurzeln: Warum ich mit meiner wahren Familie nicht verwandt bin". © ddp images/dapd/Hermann J. Knippertz

Beruflich erfolgreich, glücklich verheiratet und dreifache Mutter – so kennt man Schauspielerin Janine Kunze, die vor allem für ihr komödiantisches Talent in Serien wie „Hausmeister Krause“ oder „Die dreisten drei – Die Comedy-WG“ bekannt ist. Doch im Leben der 38-Jährigen herrschte nicht immer eitel Sonnenschein, denn als 12-Jährige erfuhr Janine Kunze, die glücklich in einer Pflegefamilie aufgezogen wurde, ein dunkles Geheimnis über ihre leibliche Mutter: Sie war Prostituierte.

Über ihre Erfahrungen, mit zwei Müttern aufgewachsen zu sein, von der eine als Prostituierte arbeitete, hat Janine Kunze jetzt ein Buch geschrieben. „Geschenkte Wurzeln: Warum ich mit meiner wahren Familie nicht verwandt bin“ erscheint am morgigen Dienstag. In der „Bild am Sonntag“ hat die 38-Jährige gestern vorab über ihr Werk gesprochen.

„Ich wusste schon als kleines Kind, dass ich zwei Mütter habe“, sagte Janine Kunze gegenüber der Bild am Sonntag. Ihre leibliche Mutter gab sie im Alter von sechs Tagen in eine Pflegefamilie. „Ich war vielleicht sechs Jahre alt, als meine Pflegemutter mir erklärte: Die Frau, die dich bekommen hat, konnte dich nicht behalten, aber sie möchte dich manchmal sehen.“ Warum dies so war, erfuhr die blonde Schauspielerin aber erst später.

Kunze setzte ihre Adoption durch

„Ich muss um die 12 gewesen sein, als meine Pflegemutter mir erklärte, dass Mutti mit Männern ausgeht und dafür Geld bekommt. Ich weiß noch, dass ich sie gefragt habe, ob das etwas Schlimmes sei“, so Kunze weiter. Als Janine Kunze volljährig war, führte sie schließlich ein Gespräch mit ihrer leiblichen Mutter, in dem es um deren Arbeit ging. Ihre Mutter sagte ihr demnach: „Pass mal auf, Janine, ich habe da für viele Leute einen Fehler gemacht, aber ich wollte das so. Es war meine Entscheidung, ich hatte Spaß.“

In diesem Alter war es auch, dass Janine Kunze durchsetzte, dass ihre Pflegeeltern sie adoptieren durften. Mit ihren leiblichen Eltern brach sie den Kontakt ab. Über die Gründe dafür sagte die 38-Jährige im Interview: „Ich brauchte Klarheit für mich. Und die Adoption war eine Liebeserklärung an meine Familie. Ich wollte zeigen: Da gehöre ich hin. Ich hatte schon mit 14 den Wunsch geäußert, nur bei meinen Pflegeeltern zu sein.“

Versöhnliche Worte für die leibliche Mutter

Diesen Wunsch hatte die leibliche Mutter ihr lange Zeit verwehrt. Sie hatte sie zwar in eine Pflegefamilie gegeben, einer Adoption jedoch nie zugestimmt. So musste Kunze immer dann zu ihrer Mutter, wann diese gerade Zeit hatte. Ein Punkt ihrer Kindheit, der Janine Kunze genervt hat. „Meine leibliche Mutter war mal da und mal nicht, das passierte oft spontan. Man riss mich aus meinem Alltag raus, ich fühlte mich hin- und hergeschubst. „Oh Mann, was soll das?“ dachte ich dann“, so Kunze. Dagegen wehren konnten sie und ihre Pflegeeltern sich jedoch nicht.

Trotz dieser Ereignisse spricht Kunze im Interviw fast versöhnlich über ihre leibliche Mutter. Demnach sind die Kindheitserinnerungen an ihre Mutter nicht nur negativ: „Wenn ich bei ihr war, hat sie mich sehr verwöhnt, das genießt man als Kind. Sie hat Spaghetti für mich gekocht, wir haben uns gegenseitig geschminkt. Bei ihr durfte ich Filme gucken, die ich bei meinen Pflegeeltern nicht sehen durfte – und bekam dazu Kakao und Kuchen. Für mich war das cool.“ Und auch wenn sie heute keinen Kontakt mehr zu ihren leiblichen Eltern hat, sagt die Schauspielerin offen: „Sie hätte mich auch abtreiben können. Dass sie das nicht getan hat, halte ich ihr zugute.“

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