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Aggressionsdelikte innerhalb Stuttgarts im Anstieg

Aggressionsdelikte innerhalb Stuttgarts im Anstieg Thorben Wengert / pixelio.de

Die Stuttgarter Kriminalitätsstatistik für die vergangenen Jahre erreicht Rekordwerte. Im Jahr 2015 sind es im Stuttgarter Raum insgesamt 66 450 Straftaten mit steigender Tendenz für das Jahr 2016. Mit diesen Zahlen liegt die Kriminalität im Raum Stuttgart mittlerweile bei einem Höchststand. Im Kontext der letzten 20 Jahre haben sich innerhalb der vergangenen zwei Jahre im Einzugsgebiet die meisten Verbrechen ereignet.

Die Polizei verzeichnet im Jahr 2015 in ganz Deutschland einen Anstieg der Kriminalität, der 2016 weiterhin steigenden Tendenzen unterliegt. Wie Topnews.de berichtet, spricht die Polizei für das Jahr 2015 von einem deutschlandweit rund 1,8-prozentigen Anstieg der Einbruchsdelikte. Für den Stuttgarter Raum wird für das besagte und darauffolgende Jahr zwar kein Anstieg in der Einbruchsstatistik, dafür aber ein drastischer Anstieg der allgemeinen Verbrechensdelikte verzeichnet. Die Polizei weist auf den verzerrenden Faktor innerhalb der aktuellen Statistiken hin. Viele der verzeichneten Verbrechen seien Verstöße gegen das Aufenthalts- und Asylverfahrensgesetz, mit denen sich die weltpolitische Lage auf den Stuttgarter Raum niederschlage.

Nach der Ankunft in Stuttgart dokumentiert die Polizei im vergangenen Jahr Tausende von Flüchtlingen als nach Deutschland eingereist. Diese Registrierung wird als Verstoß gegen das Aufenthalts- und Asylverfahrensgesetz in die Polizeistatistik aufgenommen. Durch die Flüchtlingsflut haben Delikte dieser Art in den vergangenen Jahren um 185 Prozent zugenommen. Auch nach dem Abzug dieser Delikte zeigt sich die aktuelle Kriminalstatistik Stuttgarts allerdings mit Rekordwerten.

Konstant hohes Niveau für Schlägereien

Obwohl der Raum Stuttgart im Hinblick auf Einbrüche auf einem der deutschlandweit hintersten Ränge rangiert, steigt großraumweit in den vergangenen zwei Jahren die Zahl der Aggressionsdelikte. Neben steigenden Fallzahlen im Zusammenhang mit Körperverletzung nehmen in der jüngsten Vergangenheit auch Straßenkriminalitätsdelikte drastisch zu. Die Polizei warnt davor, den Anstieg derartiger Verbrechen mit der Flüchtlingspolitik in Verbindung zu bringen. Die meisten der verzeichneten Delikte hätten in keinerlei Zusammenhang mit der Flüchtlingswelle gestanden. Vor allem im Hinblick auf Schlägereien bewegen sich die Fallzahlen im Stuttgarter Großraum in den vergangenen Jahren allerdings auf konstant hohen Niveaus. Um die 3500 Fälle sollen es laut der polizeilichen Statistik pro Jahr im Durchschnitt gewesen sein.

Weniger Sicherheit in der Öffentlichkeit

Während sich Stuttgarter gemäß der rückläufigen Einbruchsstatistik in den eigenen vier Wänden immer sicherer fühlen können, zeugt die steigende Straßenkriminalitäts- und Körperverletzungsrate großraumweit von abnehmender Sicherheit in der Öffentlichkeit. Detektive in Stuttgart werden außerdem immer häufiger Zeuge von Schwellenverbrechen wie Drohbriefen oder Stalking-Delikten. Obwohl die Hinwendung zur Polizei oder die Kontaktaufnahme mit einer Privatdetektei zu Zwecken der Observation und Sicherheitserhöhung in Bedrohungssituationen offenbar einem immer verbreiterten Schritt entspricht, bleibt gerade für Schwellendelikte von einer verhältnismäßig hohen Dunkelziffer auszugehen. Nichtsdestotrotz sprechen Polizeisprecher zahlreicher Gemeinden für den Großraum Stuttgart noch immer von einem verhältnismäßig sicheren Umfeld.

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