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© Michele Tantussi/dapdÄgypten steht unter Schock. Bei einem Fußballspiel in der nordägyptischen Stadt Port Said zwischen den Vereinen Al-Masri und Al-Ahli kamen am Mittwochabend mehr als 70 Menschen ums Leben, als Anhänger der Heimmannschaft unmittelbar nach Schlusspfiff Jagd auf die Gästespieler machten.
Dabei wurden viele Menschen totgetrampelt oder erdrückt. Offiziellen Angaben des Gesundheitsministeriums zufolge sind neben mindestens 74 Todesopfern auch über 1.000 Verletzte zu beklagen, von denen der Großteil Gehirnerschütterungen und Schnittwunden davon trug. Rund 150 von ihnen sind noch in kritischem Zustand.
Während der Torhüter der aus Kairo stammenden Mannschaft Al-Ahli, Scharif Ikrami, als Reaktion auf die Geschehnisse die Entscheidung des gesamten Teams, nie wieder Fußball spielen zu wollen, bekannt gab, fuhr sein aus Portugal stammender Trainer Manuel José schwere Geschütze gegen die Sicherheitskräfte auf: “Die Schuld hat einzig und allein die Polizei. Es waren Dutzende im Stadion, aber die sind plötzlich alle verschwunden oder haben gar nichts unternommen.”
Besonders schockierend sind die Vorkommnisse, weil schon im Vorfeld der Begegnung von einigen regionalen Zeitungen vom “Treffen der Vergeltung“ geschrieben wurde, die Sicherheit von Spielern und Zuschauern aber trotz dieser Vorzeichen nicht gewährleistet werden konnte.
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