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Amoklauf Lörrach: Rechtsanwältin tötet vier Menschen

Amoklauf Lörrach: Rechtsanwältin tötet vier Menschen Amoklauf Lörrach: Rechtsanwältin tötet vier Menschen © Daniel Kopatsch/ dapd

Ein Amoklauf in Lörrach hat vier Todesopfer gefordert. Nachdem die Täterin ihren Sohn und Ex-Partner tötete, erstach sie in einer nahegelegenen Klinik einen Pfleger. Anschließend wurde sie durch die Einsatzkräfte erschossen.

Noch immer suchen die zuständigen Ermittler nach dem Motiv der Frau, die während eines Amoklaufes am Sonntagabend im badischen Lörrach drei Menschen tötete und dann selbst erschossen wurde. Zunächst erschoss die Frau ihren 46-jährigen Ex-Partner und den gemeinsamen fünfjährigen Sohn. In einer nahe gelegenen Klinik erstach sie, bevor die Polizei die Frau tötete, einen Pfleger und verletzte weitere Menschen.

In den ersten Stunden nach dem Amoklauf war zudem von einem toten Mädchen die Rede gewesen. Dies stellte sich zum späteren Zeitpunkt als falsch heraus. Die Täterin erschoss ihre Opfer mit einer kleinkalibrigen Faustfeuerwaffe. Dieter Inhofer, Oberstaatsanwalt von Lörrach, erklärte, dass die Frau neben der Waffe ein Messer bei sich trug. Mit diesem erstach sie in dem Elisabethen-Krankenhaus einen Pfleger. Nach Angaben der Polizei handelte es sich bei der Täterin um eine 41 Jahre alte Frau.

Bisher wurde nicht bestätigt, dass es sich bei der Frau um eine Rechtsanwältin aus Lörrach handelte. Der erste Tatort des Amoklaufes war die Wohnung des Ex-Partners, die sich in einem Mehrfamilienhaus in der Lörracher Innenstadt befand. In der Wohnung kam es zu einer heftigen Explosion, die durch die Frau aufgrund eines Brandbeschleunigers ausgelöst wurde.

Der Ex-Partner lebte mit dem gemeinsamen Kind in der Wohnung. Die Behörden erklärten, dass es sich nicht um den Wohnort der Frau gehandelt haben soll. Nach der Explosion tötete die Frau bei ihrer anschließenden Flucht in das benachbarte Elisabethen-Krankenhaus einen Pfleger. Durch weitere Schüsse vor dem Gebäude wurden zwei Passanten und ein Polizeibeamter verletzt. Sowohl die Patienten als auch der Polizeibeamte schweben nicht mehr in Lebensgefahr.

Die Polizei erschoss die Täterin schließlich im Flur des ersten Obergeschosses. Der baden-württembergische Landespolizeipräsident Wolf Hammann erklärte, dass nur durch das beherzte Eingreifen der Beamten Schlimmeres verhindert werden konnte. Nicht einmal 40 Minuten sind zwischen der Explosion und dem letzten Schuss vergangen. Die Feuerwehr konnte aus dem brennenden Mehrfamilienhaus sechs Erwachsene und ein Kind retten. 15 Bewohner des Hauses wurden mit Rauchgasvergiftungen in Krankenhäuser gebracht. Während des Amoklaufes waren rund 300 Polizisten und Retter aus Südbaden im Einsatz.

Den Angaben zufolge ereignete sich der tödliche Schusswechsel in der gynäkologischen Abteilung des Krankenhauses. Bereits kurze Zeit danach sprach die zuständige Polizei von einer Amok-Lage. Aufgrund dessen wurde der Bereich um das Krankenhaus durch die Einsatzkräfte abgeriegelt. Für die Betreuung von traumatisierten Augenzeugen und Einsatzkräften wurden Versorgungszelte aufgebaut. Der Polizist, der während des Amoklaufes verletzt wurde, erlitt einen Kniedurchschuss. Die beiden Passanten, die der Frau zum Opfer fielen, erlitten einen Streifschuss am Kopf sowie einen Rückendurchschuss.

Bisher sind viele Fragen zu dem genauen Hintergrund der Bluttat noch offen. Unter anderem ist unklar, wo die Täterin lebte und was das Motiv der Frau gewesen war. Am Nachmittag möchten die Ermittler in Baden-Württemberg im Rahmen einer Pressekonferenz weitere Details der bisherigen Untersuchungen bekanntgeben.

Sowohl der Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, als auch die Oberbürgermeisterin von Lörrach zeigten sich tief erschüttert über den Amoklauf.

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