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Apple nimmt “Babyschütteln” aus dem Programm

Nach massiven Protesten entschloss sich der Computerkonzern Apple den Verkauf des Programms „Baby Shaker“ für sein iPhone-Handy zu stoppen. Auf dem Display eines iPod touch oder eines iPhone konnten Nutzer ihr Mobiltelefon dazu benutzen, um durch ruckartiges Schütteln das Schreien eines virtuellen schreienden Kleinkindes zu beenden. Das Computerbaby hörte nach ausreichendem Schütteln auf zu weinen und über seinen Augen erschienen zwei rote Kreuze. In der Programmbeschreibung hieß es: „Probieren Sie aus, wie lange Sie sein oder ihr Liebenswertes Schreien aushalten können, bevor Sie einen Weg finden, um das Baby ruhigzustellen“.

Organisationen zum Kampf gegen das Schütteltrauma bei Babys protestierten nachhaltig gegen das Spiel und beschwerten sich über die Freigabe der Software von Apple. Außerdem forderten sie von Apple bei den Eltern von Opfern des Schütteltraumas sowie Überlebenden eine Entschuldigung. Ein Schütteltrauma entsteht, wenn Säuglinge oder Kleinkinder heftig geschüttelt werden. Häufig führen die so entstandenen Blutungen und Hirnverletzungen zum Tod oder zu bleibenden Schäden.

Seit Montag hatte der Computerkonzern in seinem iTunes-Store die Software für umgerechnet 99 Cent zum Herunterladen angeboten. Bisher ist noch nicht bekannt, wie viele Nutzer bisher die Software heruntergeladen haben, bevor Apple es am Mittwoch wieder aus ihrem Online-Angebot entfernt haben. Mittlerweile gibt es zehntausende von unabhängigen Software-Entwickler erdachte Anwendungen für das iPhone-Handy. Allerdings ist es erstaunlich, dass diese Software überhaupt in Apples iTunes-Store angeboten wurde, denn Apple kontrolliert jedes Programm, was über seinen Online-Shopf verkauft werden soll.

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