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News vom 17. September 2009
© dppSchlagabtausch nur mit den Spitzenkandidaten sei “sinnlos”
München. Jetzt folgt die ARD dem ZDF und hat ihre Fernsehrunde mit Spitzenkandidaten und Parteichefs im Vorfeld der Bundestagswahl abgesagt. Aufgrund der Absage von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem SPD-Herausforderer Frank-Walter Steinmeier hat der Sender das für Montag angekündigte Format «Wahl 09 – Die Favoriten» am Donnerstag nun doch aus dem Programm gestrichen.
ARD-Chefredakteur Thomas Baumann erklärte, der Sender habe am Mittwochvormittag zunächst eine Absage von Steinmeier bekommen. Am Nachmittag habe dann auch die Kanzlerin mitteilen lassen, dass sie der Einladung nicht folge. Der Sender habe ausdrücklich die Spitzenkandidaten eingeladen, damit die Zuschauer Merkel und Steinmeier im direkten Schlagabtausch mit den Spitzenkandidaten der anderen Parteien erleben. Somit habe es “jetzt allerdings keinen Sinn, die Sendung mit anderen Politikern einfach durchzuziehen», äußerte Baumann.
Stattdessen läuft auf dem Sendeplatz nun die Sendung «Kämpfe ums Kanzleramt – Die spannendsten Elefantenrunden im deutschen Fernsehen».
Nach der Absage von Merkel und Steinmeier hatte der zuständige MDR zunächst noch Horst Seehofer (CDU), Guido Westerwelle (FDP), Oskar Lafontaine (Linke) und Renate Künast (Grüne) als Gäste angekündigt. Über Gästealternativen zu Merkel und Steinmeier solle am Donnerstag entschieden werden, hieß es weiter.
Kurz vorher hatte schon das ZDF seine für Donnerstag geplante Diskussionssendung mit Spitzenkandidaten und Parteivorsitzenden kurzfristig aus dem Programm gestrichen. Nach der Absage von Angela Merkel hatte am Mittwoch auch Frank-Walter Steinmeier seine angekündigte Teilnahme an der «Berliner Runde» wieder zurückgenommen. Damit sei der Runde ihre programmliche Grundlage entzogen, erklärte ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender. Merkel wollte sich durch Niedersachsens Ministerpräsidenten und CDU-Vize Christian Wulff vertreten lassen. (ij/ddp)
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