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News vom 16. Februar 2009

Auftragsflaute in bayerischer Metall- und Elektroindustrie

Vor allem die Auslandsorders bleiben aus

Wie der Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metallarbeitgeberverbände BayME und VBM, Bertram Brossardt, am Montag in München mitteilte, droht der bayerischen Metall- und Elektroindustrie aufgrund eines deutlichen Auftragseinbruchs ein Arbeitsplatzabbau. So sanken die Auftragseingänge im Dezember im Vorjahresvergleich um 22 Prozent.

Die Bestellungen aus dem Ausland brachen dabei mit minus 26 Prozent wesentlich stärker ein als die Auftragseingänge aus dem Inland mit minus 14 Prozent. Die Auftragseingänge für das gesamte vierte Quartal 2008 gingen im Vergleich zum letzten Quartal des Vorjahres um 19 Prozent zurück. Brossardt redete von einem «rabenschwarzen Quartal». Zudem ließen aktuelle Berichte aus den Unternehmen den Schluss zu, dass der Tiefpunkt bei den Auftragseingängen noch nicht erreicht sei.

Weiter ergänzte Brossardt: «Die Auftragsflaute hält bislang auch im neuen Jahr an.» Im vierten Quartal 2008 ging die Produktion der bayerischen Metall- und Elektrobetriebe mit minus 3,8 Prozent im Vergleich zum selben Quartal des Vorjahres ebenfalls stark zurück. Brossardt verwies darauf, dass die Herstellung mit einigen Monaten Abstand den Auftragseingängen folge. Daher müsse man damit rechnen, dass die Branche ihre Herstellung in den nächsten Monaten weiter einschränken werde.

Brossardt hob hervor, auch auf die Beschäftigung werde sich dies auswirken. Er ergänzte: «Die Firmen setzen derzeit alles daran, trotz schlechter Auftragslage möglichst viele Jobs zu halten, zum Beispiel durch Kurzarbeit.» Trotzdem werde jedoch ein Verlust von Arbeitsplätzen in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie in den kommenden Monaten nicht auszuschließen sein.

Dabei sei die Beschäftigung im vierten Quartal 2008 noch um zwei Prozent gestiegen. Brossardt betonte: «Von Oktober bis Dezember ist allerdings ein klarer Abwärtstrend erkennbar.» Während die Beschäftigung im Oktober den Angaben zufolge noch um 2,4 Prozent anwuchs , lag der Zuwachs im November bei 2,0 Prozent und im Dezember lediglich noch bei 1,4 Prozent. (ddp/ba)

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