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Autoverkäufe in Europa fallen dank deutscher Abwrackprämie weniger dramatisch aus

Plus in Deutschland hebt die Bilanz

Im März sind die Autoverkäufe europaweit deutlich zurückgegangen. Die Händler in den 27 Staaten der Europäischen Union (EU) sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz haben im März rund 1,51 Millionen Neuwagen verkauft. Das sind damit nach Infor-mationen des Verbandes der Europäischen Autohersteller (Acea) vom Donnerstag in Brüssel neun Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Das sei damit der elfte Rückgang in Folge, der allerdings deutlich entspannter ausfiel als in den vorigen Monaten. Die Begründung sieht Acea dabei besonders in dem Zulassungsplus in Deutschland infolge der Verschrottungsprämie.

Die Verkäufe in Deutschland stiegen im März im Vergleich zum Vorjahresmonat um 39,9 Prozent. Auch in Frankreich und Italien sorgten staatliche Kaufanreize für ein Plus bei den Neuzulassungen. Diese zogen um 8,0 beziehungsweise 0,2 Prozent an. Dagegen sanken die Zahlen der Verkäufe in Großbritannien um knapp 31 Prozent, in Spanien um fast 39 Prozent. Einst zeigten sich die neuen EU-Länder wachstumsstark. Nun wurden allerdings im März insgesamt gut ein Viertel weniger Wagen an die Kundschaft gebracht.

Die heimischen Autohersteller profitierten trotz der in Deutschland im März deutlich mehr verkauften Autos als in den Vormonaten, wenig davon. Volkswagen beispiels- weise veräußerte im März europaweit 0,3 Prozent weniger Golfs, Audis, Skodas und Co. Knapp ein Fünftel büßten Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall ein. Bei Daimler brachen die Verkäufe um fast 15 Prozent ein. Konkurrent BMW verkaufte 21 Prozent weniger BMW und Mini.

Nach Aussage des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) verfehlte der Pkw-Absatz in Europa im ersten Quartal mit rund 3,4 Millionen Autos das Vorjahresniveau um 17 Prozent. Um 16 Prozent auf 3,2 Millionen Fahrzeuge gaben die Verkäufe in Westeuropa nach. Besonders das deutlich positive Neuzulassungsergebnis mit einem Plus von 18 Prozent in Deutschland sorgte dafür, dass der Rückgang nicht noch höher ausfiel. Im Vergleich mussten die Märkte in Großbritannien und Spanien ein Minus von 30 Prozent beziehungsweise 43 Prozent hinnehmen.

In den USA lag dem VDA zufolge der Absatz im ersten Quartal 2009 mit 2,2 Millionen Fahrzeugen 38 Prozent unter dem Vorjahr. (dtn/ij/ddp)

 

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