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Basalt als möglicher CO2-Speicher

Kohlendioxid ist als klimaschädliches Gas bekannt. Ein Ansatz zum Schutz vor der globalen Erwärmung ist das Einlagern des Gases im Boden. Gut geeignet scheint Basalt am Meeresboden zu sein. Darauf deuten die Ergebnisse einer Untersuchung US-amerikanischer Forscher hin. Das vulkanische Ergussgestein verfügt über spezielle chemische Eigenschaften, die es laut der Forscher um David Goldberg vom Lamont-Doherty Earth Observatory zu einem geeigneten Kandidaten für die CO2-Speicherung machen.

In einem Laborversuch haben die Wissenschaftler einen Prozess simuliert, bei dem CO2 in der Tiefsee in unterseeische Basaltschichten gepumpt wird. Das Meerwasser ist in großer Tiefe kalt und teilweise sehr salzhaltig. Indem sich das Kohlendioxid mit dem Wasser mischt und in das Basaltgestein sickert, kommt es darin zu einer chemischen Reaktion. Im Basalt befinden sich Magnesium- und Kalzium-Ionen, mit denen das CO2 reagiert. Am Ende der chemischen Prozesse entsteht schließlich Kreide, in der das Klimagas gebunden ist. Dies ist zumindest die Theorie der Experten, die anhand der Laborergebnisse aufgestellt worden ist.

Ein entsprechendes Tiefsee-Areal, in dem die Kohlendioxid-Speicherung möglich sein könnte, haben die Forscher bereits ausgemacht. Im Pazifik befindet sich vor der Küste des US-Bundesstaates Oregon der Juan-de-Fuca-Rücken. Dort gibt es etwa 80 000 Quadratmeter basalthaltigen Meeresboden, der in einer Tiefe von rund 2,7 Kilometern liegt. Ob sich das Verfahren in der Praxis jemals durchsetzen wird, ist derzeit fraglich, denn die Endlagerung des Klimagases in der Tiefsee ist mit immens hohen Kosten verbunden. Ihre Forschungsergebnisse haben die Experten jetzt in den „Proceedings of the National Academy of Sciences“ veröffentlicht. en-wid/sm

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