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Baupläne für Waldschlößchenbrücke in Dresden werden nochmals geändert

Baupläne für Waldschlößchenbrücke in Dresden werden nochmals geändert

Die Elbquerung in der Landeshauptstadt Sachsens soll nun doch so breit gebaut werden wie ursprünglich geplant.

Dresden. Vier Wochen nach dem Verlust des UNESCO-Welterbetitels für das Dresdner Elbtal werden leichte Umplanungen für den umstrittenen Bau der Waldschlößchenbrücke bekannt. Die Elbquerung soll nun doch entgegen dem Anfang 2008 für den Titelerhalt erwogenen Kompromiss so breit gebaut werden wie ursprünglich geplant, berichtete die «Sächsische Zeitung» unter Berufung auf Angaben des Dresdner Baubürgermeisters Jörn Marx (CDU).

Zudem sollen die Fußgängeraufgänge, von deren Verzicht man sich eine optisch ansprechendere Gestaltung der Brückenfüße versprach, nun doch installiert werden. Dies entspricht zudem einer Forderung des Dresdner CDU-Chefs Lars Rohwer. Gemäß dem Kompromiss bleibt es hingegen beim Wegfall der Beleuchtungsmasten. Die Brücke soll stattdessen seitlich beleuchtet werden. Außerdem ist nach wie vor ein schlankerer Brückenbogen vorgesehen.

Der Kompromiss war Anfang 2008 von einer Arbeitsgruppe um den ehemaligen Baudirektor der Frauenkirche, Eberhard Burger, und Brückenarchitekt Henry Ripke entwickelt worden, um den Welterbetitel für das Elbtal zu erhalten. Er sah unter anderem die Schrumpfung der Brückenbreite um einen Meter auf 23,40 Meter vor. Marx zufolge habe sich jedoch zwischenzeitlich eine Richtlinie geändert, so dass ohne die Beibehaltung der ursprünglichen Breite von 24,40 Meter die Fördermittel für das Bauwerk gefährdet gewesen wäre.

Am 25. Juni hatte das UNESCO-Welterbekomitee auf seiner Sitzung im spanischen Sevilla das Dresdner Elbtal von der Welterbeliste gestrichen. Aus seiner Sicht schädigt der Bau der Waldschlößchenbrücke das Elbtal unwiederbringlich. Die Elbquerung, die bereits seit November 2007 entsteht, soll 2011 fertiggestellt sein. (ag/ddp)

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