News vom

Belastende Zeugenaussage gegen Ex-Infineon-Chef Schumacher in Korruptionsprozess

Belastende Zeugenaussage gegen Ex-Infineon-Chef Schumacher in Korruptionsprozess © dpp

Schneider hat als Hauptzeuge ausgesagt

München. Der wichtigste Zeuge in dem Schmiergeldprozess gegen den früheren Infineon-Vorstandsvorsitzenden Ulrich Schumacher hat die Vorwürfe der Anklage größtenteils bestätigt. Ralph Udo Schneider, dessen Firma BF Consulting das Sportsponsoring des Halbleiterherstellers Infineon abwickelte, sagte am Donnerstag vor dem Münchner Landgericht aus, Schumacher sowie zwei seiner Kollegen hätten regelmäßig Bargeld von ihm angenommen. Darüber hinaus hätten sie sich von ihm auch teure Lizenzen für Autorennen besorgen lassen.

An genaue Summen könne er sich dabei allerdings nicht mehr erinnern, erklärte Schneider. Jedoch hatte er bereits 2006 in einem Prozess zugegeben, Schumacher mit einigen 100.000 Dollar bestochen zu haben, um auch nach wie vor Aufträge von Infineon zu erhalten. Schneider war damals zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Auf die damals von Schneider gemachten Angaben zu den gezahlten Beträgen beruht auch die Anklageschrift des aktuellen Verfahrens gegen Schumacher.

Der Vorsitzende Richter Peter Noll hielt dem Zeugen vor, dass dieser Geld, das er für sich und seine Firma verwendet habe, möglicherweise nachträglich zu Schmiergeld habe deklarieren wollen. Das könne ebenfalls ein Motiv für die Anschuldigungen gegen Schumacher sein. Auch wäre dieses dann eine Erklärung dafür, weshalb die Beträge, die der Zeuge von seinem Schweizer Konto abgehoben hatte, von den an Schumacher ausgezahlten Summen abweichen.

Der 51-jährige Schumacher hatte seinem früheren «engsten Freund» Schneider zum Prozessauftakt vorgeworfen, dieser habe versucht, ihn zu erpressen, indem er Geld für Aussagen zugunsten Schumachers gefordert habe. Die belastenden Aussagen Schneiders sind nach Angaben von Schumacher «durch und durch falsch».

Die Staatsanwaltschaft wirft Schumacher vor, Zuwendungen Schneiders in Höhe von Hunderttausenden Euro angenommen zu haben. Schneider schilderte jetztvor Gericht: «Dass es dabei um Aufträge ging, war für mich selbstverständlich. Mir war klar, dass ich als Agentur unantastbar bin.» Im Gegenzug habe Schumacher Schneiders Beraterfirma Aufträge und Verträge zugesichert, die den internen Richtlinien bei Infineon widersprachen und bei deren Vergabe Konkurrenten unberücksichtigt blieben. (ij/ddp)

Anzeige:




Ähnliche Nachrichten:




Anzeige

Rost entfernen leicht gemacht


Letzte Nachrichten

Auch in den News

Mit dem Lottogewinn die eigene verrückte Geschichte schreiben thumbnail Mit dem Lottogewinn die eigene verrückte Geschichte schreiben

Mit dieser Seite nutzen Sie eine optimale Plattform für sich, die jederzeit mit den neuesten, aktuellsten und wissenswerten Nachrichten aufwartet. Dabei werden sowohl nationale als auch internationale News aus den verschiedensten Bereichen zum besten gegeben. Neben wichtigen Themen wie Wirtschaft, Technik und Gesundheit kommt dabei auch das Freizeitvergnügen nicht zu kurz. So sorgen attraktive Informationen […]

Mehr Nachrichten

Social Media als optimaler Bereich für die perfekte Werbung thumbnail Social Media als optimaler Bereich für die perfekte Werbung

Weitere Schlagzeilen