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Die damals 14-Jährige war bereits seit ihrem elften Lebensjahr als Prostituierte aktiv. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass das Mädchen den sexuellen Kontakt damals gewollt habe und sprach den Angeklagten frei.
Am Dienstag hat das Landgericht Berlin einen 44 Jahre alten Mann vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs einer Jugendlichen freigesprochen. Er war beschuldigt, im Juli 2004 sexuellen Kontakt zu einer damals erst 14-jährigen Prostituierten gehabt zu haben. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 44-Jährige mindestens einmal mit der Jugendlichen sexuellen Kontakt hatte, obwohl er wusste, wie als sie war.
Jedoch ist für eine Verurteilung ausschlaggebend, ob dem Opfer «altersbedingt die Fähigkeit zur sexuellen Selbstbestimmung fehlte» und daher Schäden eintreten könnten. Im Urteil hieß es, ein «Missbrauch» durch den Angeklagten sei nicht zu erkennen. Das Gericht ging davon aus, dass die damals 14-Jährige, die seit ihrem 11. Lebensjahr als Prostituierte ihren Lebensunterhalt verdiente, den sexuellen Kontakt wollte.
Das Mädchen gab sich als 17-Jährige aus – erst nach Auffinden ihres Schülerausweises fand der Mann ihr richtiges Alter heraus
Von einer Gutachterin wurde der jungen Frau zwar aufgrund schwieriger Lebensumstände eine «Fehlentwicklung» attestiert, aber auch ein «starkes Selbstbewusstsein» bescheinigt. Im Prozess hatte die 19-Jährige wörtlich gesagt: «Ich versteh nicht, warum ich hier sitze.» Damals sei sie die treibende Kraft gewesen.
Der zum Tatzeitpunkt als Zuhälter tätige Angeklagte hatte das Mädchen damals auf dem Straßenstrich in Berlin-Schöneberg angesprochen. Zunächst habe er ihr geglaubt, dass sie bereits 17 sei, da sie sehr reif ausgesehen habe. Später habe er dann erst ihren Schülerausweis gefunden. Seinen Aussagen zufolge hatte die 14-Jährige sogar für ihn arbeiten wollen. Dies lehnte er jedoch aufgrund ihres Alters ab. Da ihm die Sache zu «heikel» war, habe er nach einem zweiten Treffen den sexuellen Kontakt zu ihr beendet. (ddp/dtn/ba)
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