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Bochumer Opel-Werk steht möglicherweise vor dem Aus

Bochumer Opel-Werk steht möglicherweise vor dem Aus Bochumer Opel-Werk steht möglicherweise vor dem Aus © mark Keppler/dapd

Das Opel-Werk in Bochum steht möglicherweise vor dem Aus. Am Donnerstag soll darüber entschieden werden, wo der Kompaktwagen Astra in Zukunft gebaut wird.

Für das Opel-Werk in Bochum wird es zusehends eng. Am Donnerstag möchte der deutsche Autobauer entscheiden, wo das Modell Astra künftig gebaut werden soll. Im Gespräch ist eine Verlagerung der Produktion in das britische Ellesmere Port. Im Bochumer Werk sind insgesamt 3000 Arbeitsplätze betroffen. Damit steht die Entscheidung über die künftigen Produktionsstandorte des Astra unmittelbar bevor.

Wie von Seiten des Autoherstellers bekanntgegeben wurde, wurde den Mitarbeitern im britischen Ellesmere Port ein entsprechendes Angebot für die Produktion des Astra unterbreitet. Die Gewerkschaften müssten nun über die Forderungen nach Flexibilität, sowie die Verringerung der vorhandenen Strukturkosten entscheiden. Wie die „Wirtschaftswoche“ berichtet, könnte bei der Europa-Tochter des US-Konzerns General Motors bereits am Donnerstag eine Entscheidung fallen.

Bei dem Astra handelt es sich um das mit Abstand wichtigste Modell des kriselnden Automobilherstellers. Es ist beim Absatz in wesentlichen Bestandteilen auf Europa beschränkt. Von Seiten des Opel-Chefs Karl Friedrich Stracke wurde angekündigt, dass die neue Generation des Astra in Zukunft aus Kostengründen nur noch in zwei Werken produziert werden soll. In beiden Werken soll im Dreischichtbetrieb gearbeitet werden. Medienberichten zufolge gilt dabei bereits das Werk im polnischen Gliwice als gesetzt.

Geht der Zuschlag an Gliwice und Ellesmere Port, müsste das Opel-Stammwerk in Rüsselsheim die Produktion des Modells abgeben. Diese wurde von dem Werk erst im vergangenen Jahr aufgenommen. Das aktuelle Astra-Modell wird bislang in Gliwice, Ellesmere Port und Rüsselsheim im Zweischichtbetrieb gebaut. Darüber hinaus laufen im Bochumer Werk noch Versionen des Vorgängermodells, die als Astra Classic angeboten werden. Sie sind für den Export nach Osteuropa bestimmt.

Der Konzern überlegt nach früheren Informationen aus Gewerkschaftskreisen zudem, den Zafira in Zukunft in dem Stammwerk in Rüsselsheim produzieren zu lassen. Dabei soll es sich um einen Ausgleich zur Astra-Produktion handeln. Bislang wird der Zafira jedoch in Bochum produziert. Kommt es zur Verlagerung des Modells, könnte das Werk in Bochum, in dem 3200 Mitarbeiter arbeiten, geschlossen werden. Ein Opel-Sprecher erklärte, dass die Zafira-Produktion nicht heimlich vorbereitet werde.

Wie der Sprecher betonte, sei noch keine Entscheidung über die zukünftige Produktion in Bochum getroffen worden, die über den Standortsicherungsvertrag bis zum Jahr 2014 hinausgeht. Von Seiten des Gesamtbetriebsrats wird in diesen Tagen von der Unternehmensführung die Vorlage von einem Gesamtkonzept verlangt. Bis dahin will sich der Betriebsrat nicht zu Fragen einzelner Standorte äußern. Unterdessen forderte Rainer Einenkel, Bochumer Betriebsratschef dringend Klarheit über die Zukunft des Werks. In NRW sind von der Zukunft des Produktionsstandortes insgesamt mehr als 45.000 Arbeitsplätze betroffen.

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