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Böhmer gegen Migrationshintergrund in Kriminalstatistik
Die zuständige Bundesintegrationbeauftragte Maria Böhmer (CDU) hat Forderungen aus der CDU/CSU, in Zukunft den Migrationshintergrund von Tatverdächtigen in der Polizeilichen Kriminalstatistik zu erfassen, wieder zurückgewiesen.
«Von dem Vorschlag kann für viele integrationswillige Migranten in Deutschland eine falsche Signalwirkung ausgehen, wenn nicht gleichzeitig die vielfältigen Ursachen von Kriminalität in den Blick genommen werden»,teilte Böhmer der «Frankfurter Rundschau» in der Freitagausgabe mit. «Eine Änderung der Kriminalstatistik ist ohne qualifizierte Ursachenforschung nicht geeignet», so die Politikerin.
Häufig seien es problematische Verhälnisse in der Familie, Perspektivlosigkeit der Eltern und eigene Gewalterfahrungen, die in die entsprechende Kriminalität führten. Das gelte allerdings für Deutschstämmige ebenso wie für Jugendliche aus sogenannten Migrantenfamilien. Leider trete Gewalt in sogenannten Zuwandererfamilien immer häufiger auf. Um diesen Kreislauf zu unterbrechen, habe sich aber vor allem ein gemeinsames Vorgehen mit Migrantenorganisationen bewährt, erklärte die Staatsministerin für Integration zum Abschluss.
(ddp/RR)
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