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Zentraler Streiktag soll der 17. Juni mit deutschlandweiten Demonstrationen sein
Schüler und Studenten wollen mit einem bundesweiten Bildungsstreik ihrem Unmut über die gegenwärtigen Schul- und Studienbedingungen Ausdruck verleihen. In der Woche vom 15. bis 19. Juni seien deshalb diverse Protestaktionen in über 100 Städten geplant, kündigten die Initiatoren am Donnerstag in Berlin an. Zentraler Streiktag soll der 17. Juni mit deutschlandweiten Demonstrationen sein.
Kritikwürdig seien vor allem das Konjunkturpaket II und der neueste Bund-Länder-Pakt für Hochschule und Forschung, hoben die Schüler und Studenten hervor. Die vermeintliche Förderung sei eine «Provokation», da die Situation von Schülern und Studenten «komplett missachtet» werde. Die Gelder würden für bauliche Sanierungsmaßnahmen, für Elite-Unis oder außeruniversitäre Forschung ausgegeben und kämen bei den Einzelnen überhaupt nicht an. Zudem würden nicht genügend Studienplätze geschaffen. Die Abschaffung von Bachelor und Master in der momentanen Form sei eine weitere Forderung.
Neben mehr als 70 lokalen Bündnissen und 230 Organisationen erhalten die Schüler und Studenten auch Unterstützung vom globalisierungskritischen Netzwerk Attac und der Gewerkschaft ver.di. Der Veränderungsbedarf im Bildungssystem sei offensichtlich, unterstrich ver.di-Chef Frank Bsirske. Deutschland nehme in der EU Platz 25 bezüglich der Bildungsausgaben ein. Es sei gut und «lange überfällig», gegen dieses «chronisch unterfinanzierte Bildungssystem» aufzubegehren. Es könne nicht angehen, dass «marode Banker» Milliardenhilfen erhielten, während in anderen Bereichen wie der Bildung gespart werde.
Mit «Aktionen des zivilen Ungehorsams» wollen die Demonstranten ab dem 15. Juni gegen die Situation aufbegehren. So ist zum Beispiel ein symbolischer Banküberfall der Hypo Real Estate (HRE) geplant. (dtn/ij/ddp)
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