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C&A zieht Abmahnung gegen die-topnews zurück

Die C&A Mode KG hat heute die gegen die-topnews.de ausgesprochene Abmahnung zurückgezogen. Seitens C&A betrachte man die Angelegenheit als erledigt und werde die abmahnende Rechtsanwaltskanzlei entsprechend instruieren.

In der Abmahnung gegen „die-topnews.de“ von letzer Woche erhob man den Vorwurf, dass wir durch die Schaltung von Google Adsense- und Intellitxt InText Werbung eine geschäftliche Handlung i.S.v. §2 Ziffer 1 UWG zu Gunsten fremder Unternehmen darstellen würden. Man gewähre Intellitxt- sowie Google Adwords Kunden gegen Entgelt den Zugriff auf „die-topnews.de“ und ermögliche diesen Werbung in und neben dem Content zu platzieren und diese Werbung sei unlauter und unzulässig, so die Anwälte.

Ferner hieß es in dem Schreiben, dass die Kennzeichnung “Google Anzeigen” nicht ausreiche, da sie nicht der von uns zugelassenen Adsense Werbung “Fotoshooting und Casting” sowie “Casting Kinder” zugeordnet sei. Auch die Kennzeichnung der Intellitxt Werbung durch das Wort “Werbung” hielten die Anwälte für nicht ausreichend, da die Schrift zu klein und kaum farblich vom Hintergrund abgehoben sei.

Rechtsanwaltskanzlei Kalckreuth wurde beauftragt

Nachdem die Abmahnung welche auf einen Streitwert von 100 000 Euro beziffert ist einging, beauftragten wir die Rechtsanwaltskanzlei Kalckreuth sich der Sache anzunehmen. Am 09.02.2009 verfasste Rechtsanwalt Kalckreuth nach Prüfung der Abmahnung ein Schreiben, in dem C&A aufgefordert wurde alle geltend gemachten Ansprüche nicht weiter zu verfolgen und setzte eine Frist bis zum 11.02.2009.

„Die von Ihnen mit anwaltlicher Abmahnung vom 03.02.2009 geltend gemachten Ansprüche gegen Google AdSense und Intext-Werbung unserer Mandantin bestehen indes nicht“, schrieb Kalckreuth unter anderem dem Unternehmen.

C&A rudert zurück

Am Dienstagabend zog C&A dann seine Abmahnung zurück und schickte ein entsprechendes Fax in dem es unter anderem heißt, dass man die Angelegenheit als erledigt betrachte und auch die abmahnende Anwaltskanzlei diesbezüglich entsprechend instruieren werde.

In der dem Schreiben beigefügten Pressemitteilung schreibt C&A, dass der Hintergrund der Abmahnung Beschwerden besorgter und verärgerter Eltern waren die ihre Kinder bei Modelagenturen anmeldeten welche kostenpflichtige Shootings durchführen, zu denen sie über die entsprechenden Anzeigen gelangten.

Ferner schreibt C&A in seiner Pressemitteilung, dass man Google Adsense nicht in Frage stellt und um dieses Missverständnis aus der Welt zu räumen die Abmahnung zurückzieht.

Blogger mischen sich ein

Dadurch das die Abmahnung öffentlich publiziert wurde, verbreitete sich diese massiv über Twitter und letztendlich auch in zahlreichen Blogs. Später griff daraufhin auch die Presse den Fall auf. Gerade dieses mediale Echo dürfte für einen ersten „Aha Effekt“ bei C&A gesorgt haben und auch maßgeblich den Ausgang der „Sache“ bestimmt haben.

Auch in diesem Fall hat sich wieder einmal deutlich gezeigt das die oft unterschätze „Bloggerszene“ einiges ausrichten und bewegen kann.

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