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Damaskus: 54 Tote bei Anschlägen auf Christen-Viertel

Damaskus: 54 Tote bei Anschlägen auf Christen-Viertel Damaskus: 54 Tote bei Anschlägen auf Christen-Viertel © Carsten Koall/ddp

In einem Vorort der syrischen Hauptstadt Damaskus sind bei einem Doppelanschlag mindestens 54 Menschen ums Leben gekommen. Das Viertel wird vor allem von Christen und Drusen bewohnt.

In Syriens Hauptstadt Damaskus sind bei einem Doppelanschlag in einem Vorort mindestens 54 Menschen getötet worden. Wie bekannt wurde, leben in dem Viertel überwiegend Christen und Drusen. Sie haben sich bislang aus dem in dem Land herrschenden Bürgerkrieg herausgehalten. Wie Augenzeugen und Regierungsgegner berichteten, sind an dem Mittwochmorgen zwei Sprengsätze in dem Vorort Dscharamana explodiert. Berichten zufolge wurden die Bomben in Autos versteckt. Nach Angaben von Aktivisten sind bei den Anschlägen mindestens 54 Menschen in den Tod gerissen worden.

Dutzende weitere Menschen sollen bei den Anschlägen in Dscharamana verletzt worden sein. Nach Angaben des Innenministeriums starben bei den Anschlägen 34 Menschen und 83 wurden verletzt. Umliegende Fahrzeuge und Häuser wurden durch die Wucht der beiden Explosionen schwer beschädigt. Wie Aktivisten erklärten, soll eines der beiden Fahrzeuge von einem Selbstmordattentäter gesteuert worden sein. Offenbar wurde die andere Autobombe ferngezündet. Zu den Anschlägen in dem Vorort hat sich bislang niemand offiziell bekannt.

In der Vorgehensweise erinnert die Nutzung von Autobomben jedoch an islamische Terrorgruppen. Inzwischen haben die Bürger von Dscharamana Milizen gebildet. Mit ihnen wollen sie das Viertel verteidigen. In dem Vorort von Damaskus leben überwiegend Christen und Drusen. In Syrien gelten Drusen zwar als Minderheit, verfügen jedoch über einen erheblichen Einfluss. Ihr Glaube basiert genauso wie die Führung um Staatschef Baschar al-Assad auf der schiitischen Religion. Zu Beginn des Bürgerkriegs in Syrien versuchten die Bewohner des Viertels sich aus der bewaffneten Auseinandersetzung herauszuhalten.

In den vergangenen Monaten spitzte sich die Lage in dem Vorort jedoch weiter zu, nachdem es mehrmals zu Bombenexplosionen kam. Bei dem Anschlag könnte durchaus die Religionszugehörigkeit der Bewohner eine Rolle gespielt haben. Auch weiterhin handelt es sich bei den religiösen Konflikten um einen wesentlichen Punkt der Revolte gegen die Führung des Landes. In Syrien begehrt die sunnitische Mehrheit gegen die Alawiten auf, die seit Jahrzehnten die Herrschaft in ihren Händen hält.

Die Kämpfe in Syrien setzen sich ungehindert fort. Am Dienstag haben die Aufständischen nach eigenen Angaben zum ersten Mal einen Hubschrauber der Armee Syriens abgeschossen. Dabei kam eine Boden-Luft-Rakete zum Einsatz. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte im Anschluss mitteilte, wurde der Kampfhubschrauber von einer Rakete getroffen, nachdem er Stellungen nahe dem Militärstützpunkt Scheich Suleiman bombardierte. Der Stützpunkt befindet sich im Norden Syriens. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte befindet sich mittlerweile im Exil. Von unabhängiger Seite können die Angaben von der Beobachtungsstelle nur schwer überprüft werden. Vor Ort wird von der Stelle ein breites Netz von Aktivisten und Ärzten gestützt.

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