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News vom 16. August 2008

Datendieb stellt sich freiwillig der Polizei

Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach hat nun die Medienberichte bestätigt, demnach sich der mutmaßliche Datendieb, der tausende Kontoverbindungen weitergegeben hat, der Polizei selbst gestellt hat. Es handelt sich um einen Mann aus Hannover, der als Leiter eines Callcenters on der Süddeutschen Klassenlotterie (SKL) tätig war und in dieser Funktion vor zwei Jahren tausende Kundendaten gesammelt hat, die er dann für fünfstellige Summen weiterverkauft hat. Angeblich soll es sich hierbei um bis zu 2,5 Millionen Datensätze handeln, die der Mann dreimal verkauft hatte.

Eine CD mit Daten von 17.000 Menschen war der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein zugespielt worden, darunter auch die Kontoverbindungen der betroffenen Personen. Offenbar wurden die Datensätze zur Vortäuschung von Vertragsabschlüssen missbraucht, um bei den Opfern, die alle Kunden der SKL waren, Geld abzubuchen. Die SKL erstattete Strafanzeige wegen Datenmissbrauchs und Verdachts des Geheimnisverrats, betonte jedoch, dass diese Vorfälle nicht von einem SKL-Mitarbeiter oder auf Auftrag eines Mitarbeiters hin geschehen sein könnten, da man selbst über einen solchen  Datensatz gar nicht verfüge. Daraufhin stellte das Landesdatenschutzzentrum in Kiel Strafanzeige gegen ein Unternehmen in Viersen. Diese Firma soll die Daten unter anderem an Callcenter weiterverkauft haben.

Inzwischen durchsuchten Ermittler in Viersen und Lübeck bereits zwei Call-Center.  Peter Aldenhoff, der Sprecher der Staatsanwaltschaft, konnte noch keine Details über den mutmaßlichen Datendieb nennen, da die Aussage des Mannes noch nicht bekannt sei.

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