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News vom 22. Januar 2008
Nach dem gestrigen “Schwarzen Montag” gab der DAX nochmal 5% nach und auch in den asiatischen Börsen brachen die Kurse dramatisch ein. So fiel z.B. der wichtigste indische Börsenindex BSE um 12%, woraufhin der Handel für eine Stunde ausgesetzt wurde. Der japanische Nikkei-Index wies mit einem Sturz von 5,6% den größten Tagesverlust seit dem 11. September 2001 auf – das gleiche wie der DAX am Montag hierzulande. Dieser startete heute mit 6592 Punkten und gab dann auf 6420 Punkte nach – so niedrig lag er seit Dezember 2006 nicht mehr, d.h. der gesamte Gewinn der letzten zwölf Monate ist damit hinfällig geworden. Mittlerweile erholte sich der Index wieder etwas und pendelte sich bei Verlusten von etwas über 1% ein.
Die größten Verlierer sind die Banken, hier fielen die Titel um bis zu 11% (Postbank), doch auch andere Banken mussten Verluste hinnehmen: Allianz (bis zu 9%), Deutsche Bank (7,8%), Commerzbank (5,3%). Hypo Real Estate verlor zwischenzeitlich bis zu 9,8%.
Die Anleger sorgen sich vor einer weltweiten Wirtschaftskrise und seien in hilfloser und panikartiger Stimmung, deshalb sei eine grundlegende Erholung auch noch nicht in Sicht, so die Einschätzung von Börsenexperten. Zwar gebe es zwischenzeitliche Erholungen, doch die seien nur kurzfristig. Für die nächsten Tage wird ein weiterer Abwärtstrend erwartet.
Zwar könnte der DAX von einer vorgezogenen Zinssenkung in den USA profitieren und einen Wert über 7130 Punkte erzielen, sollte die Senkung der Leitzinsen durch die US-Notenbank 100 Basispunkte betragen, doch das reicht den Anlegern nicht aus, um ihre Zweifel zu beseitigen. Auch das Konjunkturprogramm der US-Börse ändert daran nicht viel. Dennoch schauen die Börsianer mit angespanntem Blick nach New York. Da die US-Börsen gestern wegen des Martin-Luther-Kind-Feiertages geschlossen blieben, kann die Wall Street zum ersten Mal auf die Turbulenzen in Europa und Asien reagieren.
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