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News vom 28. August 2009
Atomkraft-Gegner demonstrierten in der Hauptstadt Berlin vor dem Brandenburger Tor. © dppDie Demonstranten testeten das Berliner Regierungsviertel auf Endlager-Fähigkeiten für Atommüll.
Berlin. Mit Castorattrappen und Personen in Strahlenschutzanzügen hat das Kampagnennetzwerk “Campact” in Berlin für das Festhalten am Atomausstieg demonstriert. Zu der Aktion gehörte auch eine symbolische Probebohrung vor dem Brandenburger Tor. Die Aktion stand unter dem Motto “Eignet sich das Berliner Regierungsviertel als Atomendlager?”. Zwischenfälle gab es laut Polizei bei der Demonstration nicht.
Nach Angaben des Netzwerkes bildete die heutige Aktion den Auftakt zu einer bundesweiten Tour durch zwölf Großstädte. Campact und ein Bündnis aus Initiativen und Umweltverbänden wollen damit kurz vor der Bundestagswahl Druck auf die Parteien machen, damit diese am Atomausstieg festhalten.
Auf der Tour soll auf die ungelöste Frage nach der Endlagerung des Atommülls aufmerksam gemacht werden, sagte Campact-Geschäftsführer Christoph Bautz. Schließlich entsetzte selbst Atomkraft-Befürworter die Vorstellung, Atommüll in der eigenen Nachbarschaft zu haben.
Auch Gerd Rosenkranz von der Deutschen Umwelthilfe warnte vor einem Ausstieg aus dem Atomausstieg. “Mit dem Boom der erneuerbaren Energien passen Atomkraftwerke nicht mehr in unser Stromsystem. Weil Atomreaktoren nicht ständig rauf und runter gefahren werden können, sind sie nicht geeignet, die Differenz zwischen der unsteten Stromnachfrage und den unsteten erneuerbaren Energien auszugleichen”, fügte Rosenkranz hinzu. Unflexible Grundlastkraftwerke auf der Basis von Uran oder Kohle würden den Ausbau der erneuerbaren Energien verbarrikadieren. (ag/ddp)
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