News vom

Der Billigflieger Ryanair zieht sich nicht vom Flughafen Hahn zurück

Land will sich mehr engagieren – SWR: Fraport AG will aussteigen

Der bekannte Billigflieger Ryanair wird sich nicht von dem Flughafen Hahn zurück ziehen. Die irische Fluggesellschaft werde trotz den bisherigen Androhungen weder ihre Flotte auf dem Flughafen im Hunsrück einschränken, oder sich komplett zurückziehen, erklärte der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD) am Montag in Mainz im Anschluss an Verhandlungen mit der Fluggesellschaft Ryanair. Die von dem Flughafenbetreiber geplante Passagiergebühr, welcher als Hahn-Taler bezeichnet wird, werde nun doch nicht eingeführt. Die Partei FDP spricht nun von einer «guten Nachricht für die Region».

Die Androhungen der Fluggesellschaft, aus dem Protest gegen diese Gebühr ihre Flotte abzubauen, ist «mehr als ernst gewesen». An der von dem Hahn-Hauptgesellschafter Fraport AG festgelegten Gebühr festzuhalten und den Billigflieger Ryanair zu verlieren, wäre «unverantwortlich und töricht» gewesen, sagte der Wirtschaftsminister. Es sind 6000 bis 8000 Arbeitsplätze in der Region die vom Flughafen abhängig seien. Desweiteren verwies der Minister auch auf die Zukunftsaussichten des Airports. «Wir wollen hier ein weiteres Wachstum gewährleisten», unterstrich der Minister. In dem Jahr 2009 wird mit 4,5 Millionen Passagieren gerechnet (2008: vier Millionen).

Das Bundesland Rheinland-Pfalz sei dazu bereit, mehr Verantwortung als Flughafengesellschafter zu übernehmen und auch sich finanziell mehr einsetzen. «Die Verhältnisse in der Gesellschafterstruktur könnten sich kurzzeitig ändern», erklärte Herr Hering. Bis jetzt halten die Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz als Gesellschafter je 17,5 Prozent der Flughafenanteile und die Fraport AG erhalte 65 Prozent. Nach Angaben des Südwestrundfunks (SWR) will nun das Bundesland Rheinland-Pfalz die Anteile der Fraport AG übernehmen. Jedoch wurde dies offiziell noch nicht bestätigt.

Der FDP-Fraktionschef Herr Herbert Mertin sprach von einer «guten Nachricht» für den Flughafen und die Region. Die Landesregierung würde allerdings einen hohen Preis zahlen, wenn die Fraport AG aus dem Gesellschafterkreis aussteigt und ihre Anteile an das Land verkaufen würde. Das Land müsse den Flughafen so intensivieren, dass er dann in die Gewinnzone kommt. «Es ist kann keine Lösung sein, wenn statt Fraport in Zukunft der rheinland-pfälzische Steuerzahler dauerhaft Verluste des Flughafens tragen muss», sagte Herr Mertin.

Der Billigflieger Ryanair hatte im vergangenen Dezember als Reaktion auf die angekündigte Gebühr gedroht, «eine Vielzahl» der rund 50 Flugverbindungen am Hahn zu streichen. Für den kommenden Dienstag hat das Unternehmen eigenen Informationen nach eine «signifikante Ankündigung für Frankfurt Hahn» geplant. Den Medienberichten zufolge wollte die Airline sechs von elf Maschinen am Flughafen Hahn zurückziehen. (ddp/shu)

GD Star Rating
loading...






Ähnliche Nachrichten:

    keine ähnlichen Beiträge gefunden







Letzte Nachrichten

Auch in den News

Opel: Verliert das Werk in Eisenach die Corsa-Produktion? thumbnailOpel: Verliert das Werk in Eisenach die Corsa-Produktion?

Nachdem der angeschlagene Autobauer Opel vor wenigen Tagen bestätigt hat, dass die Produktion des erfolgreichen Kompaktmodells Astra ab 2015 aus dem Stammwerk in Rüsselsheim abgezogen wird und künftig nur noch in Polen und England stattfindet, tauchen Spekulationen über eine weitere Produktionsverlagerung auf. Einem Bericht des “Focus” zufolge prüft Opel derzeit, ob die Produktion des Opel [...]

Mehr Nachrichten

Diabetes: Ist auch Feinstaub ein Risikofaktor? thumbnailDiabetes: Ist auch Feinstaub ein Risikofaktor?

Weitere Schlagzeilen

30 Abfragen, 0,281