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DGB fordert Abschaffung der Rente mit 67

DGB fordert Abschaffung der Rente mit 67 © Rainer Sturm/ pixelio.de

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert eine schnelle Abschaffung der Rente mit 67.

Eine vom DGB und anderen Sozialverbänden in Auftrag gegebene Studie ergab, dass derzeit nur 6,3% der 64-Jährigen und nur 9,2% der 63-Jährigen eine Vollzeitbeschäftigung haben und fast ein Drittel aller Arbeitslosen über 50 Jahre alt ist. Vor allem Beschäftigte mit starker körperlicher Belastung gehen vorzeitig in den Ruhestand. So sind z.B. nur 1,6% der Zimmermänner, Dachdecker und Gerüstbauer im Alter von 60-64 Jahren noch berufstätig.

Angesichts dieser Zahlen warnt die Präsidentin des Sozialverbands VdK Ulrike Mascher vor einer steigenden Altersarmut und befürchtet, dass Arbeitnehmer, die in Zukunft vorzeitig in Rente gehen wollen, massive Rentenabschläge hinnehmen müssen. Ernst Kistler, einer der Studienautoren hält es für unmöglich, in den nächsten 20 Jahren “die Hälfte aller über 60-Jährigen in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu bringen” – selbst wenn es auf dem Arbeitsmarkt eine steigende Nachfrage geben würde.

Sozialexperte Jochen Pimpertz vom arbeitgebernahen Institut für Deutsche Wirtschaft hält dem entgegen, dass deutsche Rentner statistisch gesehen im Vergleich zu anderen Bevölkerungsgruppen das geringste Altersarmut-Risiko haben. Würde man die Rente mit 67 abschaffen, blieben nur die Alternativen die Rentenbeiträge zu erhöhen oder die Versorgungssätze zu verringern, was auch nicht im Sinne der Arbeitnehmer sein könne, so Pimpertz. Der Experte kritisiert, dass die DGB-Studie nur sozialversicherungspflichtige Beschäftigte berücksichtigt. Bei der Zahl aller Arbeitnehmer zwischen 60 und 65 Jahren würde die Erwerbstätigenquote nämlich schon seit 2005 stetig ansteigen.

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