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Die Liberalisierung im Sportwettenmarkt

Die Liberalisierung im Sportwettenmarkt © Rainer Sturm / pixelio.de

Bereits Ende 2011 startete die Eröffnung für den Markt der Sportwetten. Alle Bundesländer, außer Schleswig-Holstein, unterzeichneten im Dezember vergangenen Jahres den neuen Glücksspielstaatsvertrag zur Liberalisierung.

Dieser besagt, dass in diesem Jahr 20 Lizenzen für Anbieter von Sportwetten vergeben werden. Die Spielumsatzsteuer soll fünf Prozent betragen. Casino- und Poker-Spiele bleiben allerdings weiterhin verboten. Zum damaligen Zeitpunkt stand die endgültige Zusage der EU-Kommission noch offen.

Die 15 Bundesländer wollten das Lottomonopol des Staates erhalten und gleichzeitig den Sportwettenmarkt begrenzt öffnen. Schleswig-Holstein war mit dem Vertrag allerdings nicht einverstanden und hat für dieses Jahr ein eigenes Gesetz beschlossen. Die Kieler Pläne beinhalten keine Begrenzung bei den Lizenzen für Sportwetten Anbieter auf www.wettpalast.com. Auch Glücksspiele im Internet, wie Poker, sind erlaubt. Mit dem Glücksspiel-Staatsvertrag scheinen die Bundesländer in erster Linie ihr Monopol und somit die Einnahmen schützen zu wollen. Das Argument, die Konsumenten vor der Sucht zu schützen, ist eher fadenscheinig.

Das Glücksspiel ist bereits weit verbreitet

Was den Politikern scheinbar nicht aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass viele Online-Games von Zynga & Co. bereits über integrierte Mini- und Glücksspiele verfügen. Die Konsumenten geben also bereits Millionen für virtuelle Gegenstände aus. Des Weiteren könnte der Glücksspiel-Staatsvertrag den grauen Glücksspielmarkt nur noch weiter verbreiten. Schließlich werden im äußerst profitablen unregulierten Sportwettenmarkt jährlich sieben bis acht Milliarden Euro umgesetzt, wie Schätzungen ergeben. 100 Suchtkliniken und 600 Betreuungsgerichte haben bereits gezeigt, dass Lotto nachweislich nicht süchtig macht.

Glücksspiel-Staatsvertrag in Kraft getreten

Nach zahlreichen Diskussionen ist es nun offiziell: In allen 16 Bundesländern können die Lottozahlen nun auch online gespielt werden. Der Glücksspielvertrag trat am 1. Juli 2012 in Kraft. Die Staatskanzlei in Magdeburg teilte am Samstag mit, dass der Vertrag alle Voraussetzungen erfülle. Damit werden das Monopol und somit auch die Einnahmen weiterhin aufrechterhalten. Die Länder argumentieren, dass sie so die Konsumenten vor Sucht und Kriminalität schützen wollen. Private Anbieter fordern weiterhin, dass der gut zehn Milliarden Euro schwere Markt in Deutschland liberalisiert wird.

Schleswig-Holstein möchte nach dem Regierungswechsel das umstrittene Glücksspiel-Solo so schnell wie möglich beenden. Nach der Sommerpause im August will sich der Kieler Landtag mit der Aufhebung des Landes-Glücksspielgesetzes befassen. Dabei soll es auch um die Rücknahme von bereits vergebenen Lizenzen gehen.

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