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News vom 06. Mai 2009

Die ARD und das ZDF werden nun doch über die Tour de France berichten. Allerdings mit verkürzter Sendezeit. Bei weiteren Dopingfällen kündigte der ZDF-Chefredakteur Brender Konsequenzen an.
München/Mainz. Bei der im Juli beginnenden Tour de France sind die öffentlich rechtlichen Sender ARD und ZDF nun doch live dabei. Der ARD-Sprecher Harald Dietz verkündete eine einstündige Übertragung aus dem Umfeld des Zieleinlaufs. In der Sendezeit von 16:30 Uhr bis 17:30 Uhr werde eine halbe Stunde live übertragen, zudem sei eine fünfminütige «Tagesschau» eingeplant. Das ZDF wird sich nach Angaben der Süddeutschen Zeitung ähnlich verhalten.
Nachdem zahlreiche Dopingvergehen das Ansehen der Tour de France massiv geschwächt und das Interesse an dem Radrennen gemildert haben, entschied sich die ARD zuerst, von einer Übertragung gänzlich abzusehen. Dem schloss sich ZDF-Chefredakteur Brender an. Ohne die ARD werde auch das ZDF nicht von der Tour berichten.
Brender kündigt Konsequenzen bei erneuten Dopingfällen an
Hier legte nun die Europäischen Rundfunkunion EBU Beschwerde ein und bestand auf die Einhaltung des mit dem Tourveranstalter ASO ausgehandelten und noch immer bestehenden Dreijahresvertrages. Für die zeitlich verkürzte Berichterstattung müssen die Sender dennoch die vollen Kosten zahlen, die sich für die Jahre 2009 bis 2011 auf rund 20 Millionen Euro belaufen sollen. Allerdings war in den Verträgen auch eine längere Liveberichterstattung fixiert, um die ARD und ZDF nun herumkommen.
2007 waren beide Sender nach dem Dopingverdacht gegen T-Mobile-Profi Patrik Sinkewitz aus der Berichterstattung ausgestiegen. «Wir werden das Thema Doping sehr genau beobachten», sagte Dietz. Zum Berichterstatter-Team werde daher auch ein Doping-Redakteur gehören. Dafür kämen Hajo Seppelt oder Florian Bauer in Betracht. Bei erneut bekannt werdenden Betrugsfällen kündigte Brender an, «Konsequenzen zu ziehen». Inwiefern ist bislang noch nicht bekannt. (gr/ddp)
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