News vom 14. Juli 2009

Ein HIV-Infizierter streitet jetzt die Vergewaltigungsvorwürfe gegen ihn ab

«Ich bin davon ausgegangen, dass sie kein Kind mehr war»

Zu dem Auftakt eines Missbrauchs- und Vergewaltigungsprozesses vor dem Würzburger Landgericht hat ein mit dem Aids-Erreger infizierter Mann an dem Dienstag die erheblichen Anklagevorwürfe nun abgestritten. Dem 41-jährigen Discjockey aus Kenia wird unter anderem zur Last gelegt, er hätte in dem August des Jahre 2004 eine damals gerade 13-jährige Schülerin zu dem Geschlechtsverkehr gezwungen.

In einer von seinem Verteidiger verlesenen Erklärung gab der Angeklagte hier auch an, das Alter des Mädchens nicht gewusst zu haben. «Ich bin mir damals sicher gewesen, dass sie kein Kind mehr war», betonte der Angeklagte. Es ist jedoch einmal zum ungeschützten Geschlechtsverkehr mit der Schülerin gekommen, diese ist aber damit einverstanden gewesen und habe sich auch nicht gewehrt.

Schon in dem Januar des Jahres 2007 war der Musiker zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden, da er damals mit mindestens sechs Frauen trotz seiner Infektion mit dem HI-Virus ungeschützten Geschlechtsverkehr hatte. Zwei der Frauen haben sich dadurch mit dem Aids-Erreger infiziert. Drei weitere Opfer des Afrikaners meldeten sich während seines ersten Prozesses, dazwischen war auch die heute 18-Jährige, welche der Mann laut Anklage vor fünf Jahren vergewaltigt hatte. (ddp/shu)

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