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News vom 28. Juli 2010
Nach einer US-Studie ist Einsamkeit genauso gesundheitsschädlich wie Rauchen oder Fettsucht.
Aus einer Analyse von insgesamt 148 Studien zum Sterberisiko, in denen die Daten von mehr als 300.000 Menschen (hauptsächlich aus westlichen Ländern) enthalten waren, ergab sich, dass Menschen mit gutem Freundes- und Bekanntenkreis ein um 50% niedrigeres Sterberisiko haben als einsame Menschen. Das entspricht anderen Risikofaktoren des Sterberisikos wie z.B. Rauchen. Der negative Effekt der Einsamkeit ist sogar größer als der von Übergewicht oder mangelnder Bewegung.
Der Zusammenhang zwischen dem Sterberisiko und dem sozialen Umfeld ist unabhängig vom Alter, Geschlecht und sozialen Status der Menschen. Jüngere Menschen sind ebenso betroffen wie ältere Menschen. Am wichtigsten ist offenbar die allgemeine soziale Integration, nicht aber, ob Personen mit anderen Menschen zusammenleben.
Den Forschern zufolge wirkt sich das soziale Umfeld auf verschiedene psychische Prozesse wie z.B. Stress oder Depressionen aus und kann im positiven Fall sogar das Immunsystem stärken. Daraus lasse sich schließen, dass mit einer Verbesserung des sozialen Umfelds die Lebensqualität erhöht und die Überlebensfähigkeit gestärkt wird, heißt es. Deshalb sollten Mediziner bei Patienten immer auch das soziale Umfeld berücksichtigen.
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