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Ex-Betriebsrat wirft Bundesregierung «Komödie» um Opel-Rettung vor

Belegschaft soll von der Bundeskanzlerin enttäuscht sein

Der Bundesregierung werden vom früheren Bochumer Opel-Betriebsratschef und langjährigen Opel-Aufsichtsrat Peter Jaszczyk hinsichtlich der Rettungsbemühungen für den Autobauer schwere Vorwürfe gemacht. Auf ddp-Anfrage sagte Jaszczyk am Donnerstag, dass dort eine Komödie auf dem Rücken der Beschäftigten gespielt werde.

Die Regierung warte, so scheint es, dass sich die Lage beim Mutterkonzern General Motors (GM) in den USA verschlechtert. Dann brauche sie « ihre vollmundigen Versprechungen nicht einzulösen». Von der abwartenden Haltung der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sei die Opel-Belegschaft enttäuscht.

Weiter sagte Jaszczyk, dass die Politik den Opel-Managern «längst die Pistole auf die Brust hätten setzen müssen». Ein schnelles Handeln, um das Unternehmen retten zu können, sei erforderlich, allein schon im Interesse von «Zehntausenden Arbeitsplätzen» in der Autobranche. Dafür müsse, wenn es nicht anders gehen sollte, auch eine «Überführung in Gemeineigentum» ernsthaft erwogen werden. Offensichtlich haben die Politiker keine Vorstellungen davon, wie die «unabsehbaren Folgen» aussehen könnten, falls Opel von GM abgewickelt werde. (dtn/ij/ddp)

 

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