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Experten rechnen mit steigenden Firmen-Insolvenzen

Experten rechnen mit steigenden Firmen-Insolvenzen © Frank Hormann/dapd

In der vergangenen Woche sorgte die Bekanntgabe der Insolvenz des Fußball-Drittligisten Alemannia Aachen bundesweit für Aufsehen. Obwohl es sich dabei nur im erweiterten Sinne um ein Wirtschaftsunternehmen handelt, passt die Meldung ins Bild, da die derzeit angespannte Wirtschaftslage in Deutschland in absehbarer Zeit eine steigende Zahl an Insolvenzen in der Bundesrepublik erwarten lässt.

Für das Jahr 2013 gehen viele Experten davon aus, dass die Zahlungsunfähigkeit von Unternehmen in Deutschland wieder zunehmen wird, wie aus einer in Stuttgart veröffentlichten Umfrage der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young hervorgeht. Aufgrund der wirtschaftlichen Probleme, die zum Großteil auf die weiter um sich greifende Schuldenkrise im Euro-Raum zurückzuführen ist, rechnet der Großteil der 126 befragten Insolvenz- und Restrukturierungsberater, Bankmanager, Insolvenzverwalter und Investoren damit, dass die Zahl der Insolvenzen im nächsten Jahr zumindest leicht ansteigen wird.

Mit 77 Prozent gegen sogar mehr als drei Viertel der Experten von einer Zunahme der Insolvenzen aus, wobei besonders Automobilzulieferer und die Schifffahrtsbranche als gefährdet angesehen werden. 25 Prozent der Befragten sehen so schwierige Zeiten auf Automobilzulieferer zukommen, was zum einen daran liegt, dass der Automarkt allgemein stark rückläufig ist und zum anderen auch daran, weil in dieser Branche nur wenige Unternehmen über Rücklagen verfügen. Sogar annähernd 40 Prozent erwarten, dass im Bereich der Schifffahrt vermehrt Insolvenzen angemeldet werden.

Die Zeiten für viele Unternehmen werden alles in allem wohl deutlich rauer, nachdem der unerwartet starke wirtschaftliche Aufschwung im Jahr 2011 nach Einschätzung von Ernst & Young sicherlich mithalf, einige Insolvenzen zu vermeiden. So ging 2011 die Zahl der Unternehmens-Insolvenzen um sechs Prozent auf 30.099 zurück. Und obwohl die Konjunktur bereits im ersten Halbjahr abgeflaut ist, blieb die Lage bislang auch im Jahr 2012 relativ konstant. Im nächsten Jahr wird der wirtschaftliche Abschwung den Expertenmeinungen zufolge aber bei deutlich mehr Unternehmen spürbar sein und sich in Form der Zahlungsunfähigkeit ausdrücken.

Für Unternehmen, die auf sich schwierige Monate zukommen sehen, in denen unter Umständen die Insolvenz drohen könnte, gibt es mittlerweile professionelle Hilfe, um frühzeitig gegensteuern zu können. So haben Pacemark Finance und SwissVent AG den ersten bundesweiten Insolvenznotruf gestartet, über den bundesweit eine kompetente Beratung für Firmen, die sich in finanziellen Nöten befinden, möglich ist. Die Erstberatung erfolgt dabei kostenlos und das Ziel ist natürlich, am Ende eine drohende Insolvenz abwenden zu können. Neben Unternehmen steht der Insolvenznotruf auch Privatpersonen zur Verfügung, die in finanziellen Schwierigkeiten stecken und daraus einen Ausweg suchen. Bevor die Anmeldung der Insolvenz erfolgt, lässt sich auf diesem Weg mit Hilfe von Experten vielleicht doch noch der Rettungsanker auswerfen, was in jedem Fall einen Versuch wert sein sollte.

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