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Gesunde Kleinkinder erforschen die Welt intensiv mit ihren Augen. Interessiert sich der Nachwuchs kaum für andere Menschen und kann er den Blickkontakt nicht halten, deutet dies möglicherweise auf eine frühkindliche autistische Störung hin.
Kann ein Kind im Alter von 18 Monaten noch keine einzelnen Wörter oder im Alter von 30 Monaten keine spontanen Sätze bilden, die aus zwei Worten bestehen, sind dies weitere mögliche Anzeichen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) sollte dann ein Kinder- und Jugendpsychiater aufgesucht werden. Dieser Spezialist kann abklären, ob bei einem Kleinkind tatsächlich eine Entwicklungsstörung vorliegt.
Auch bei älteren Sprösslingen können autistische Störungen wie zum Beispiel das sogenannte Asperger Syndrom vorliegen. Symptome hierfür können stark ausgeprägte Sonderinteressen oder fehlende Freundschaften sein. Allerdings gehören solche Auffälligkeiten im Einzelfall zur normalen Entwicklung oder kommen auch bei anderen Erkrankungen vor.
Deshalb ist es sinnvoll, einem Experten die Ursachenforschung zu überlassen. Zwar ist Autismus bisher nicht heilbar. Doch je eher eine solche Störung erkannt wird, desto besser sind die speziellen Förderungsmöglichkeiten für betroffene Heranwachsende. Laut der DGKJP gibt es in Deutschland rund 130 000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die an einem frühkindlichen Autismus leiden. mp/sm
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