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Ferrari droht Punktabzug. © Sascha Schuermann/ ddpVor dem großen Preis von Italien am kommenden Wochenende droht Ferrari am heutigen Mittwoch in Paris vor Gericht ein herber Rückschlag im Titelrennen, sollte das Sportgericht des Internationalen Automobil-Verbandes FIA eine härtere Strafe für die Stallorder von Hockenheim beschließen.
Zunächst war Ferrari deshalb lediglich zu einer Geldstrafe in Höhe von 100.000 US-Dollar verdonnert worden. Eine Strafverschärfung in Form von Punktabzügen könnte für die beiden Piloten Fernando Alonso und Felipe Massa nun jedoch das Ende aller WM-Träume bedeuten.
Die Anklage lautet, dass Ferrari in der 49. Runde des Großen Preises von Deutschland am Hockenheimring durch eine Stallorder Einfluss auf das Rennresultat genommen hat. Demnach soll der zu diesem Zeitpunkt führende Ferrari-Pilot Felipe Massa den zweitplatzierten Fernando Alonso durch Abbremsen und ohne Gegenwehr vorbeiziehen haben lassen, damit der im Gesamtklassement deutlich besser rangierende Spanier als Sieger 25 WM-Punkte einfahren konnte.
Während das Team Ferrari eine Stallorder vehement bestritt, erklärte auch Pilot Massa, dass er Alonso aus freien Stücken und nicht etwa auf Anweisung von oben passieren ließ. In der Tat wird sich Ferrari keine eindeutige Stallorder nachweisen lassen, doch der Verdacht, dass Massa mittels einer verschlüsselten Botschaft angewiesen wurde, Alonso überholen zu lassen, liegt sehr nahe, wie auch die aufgezeichneten Nachrichten per Funk vermuten lassen.
Zu welchem Ergebnis die 25 Delegierten des Motorsport-Weltrates gekommen sind, wird vermutlich erst am späten Nachmittag bekannt, da das Gremium zuvor einige andere Themen abzuarbeiten hat. Im besten Fall für Ferrari wird die Entscheidung, die die vier Rennkommissare in Hockenheim getroffen haben, bestätigt und es bleibt bei der geringen Geldbuße. Nicht ausgeschlossen sind jedoch auch weit drastischere Strafen für Ferrari und seine beiden Piloten. Sowohl die Aberkennung des Doppelsieges vom 25. Juli in Hockenheim als auch der Ausschluss von einigen zukünftigen Rennen sind im Bereich des Möglichen.
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