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News vom 08. Februar 2010

Fußball-Bundesliga: Club-Bosse fordern Transferverbot im Winter

Fußball-Bundesliga: Club-Bosse fordern Transferverbot im Winter Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger bringt es auf den Punkt! © Oliver Lang/ ddp

In der vergangenen Winterpause haben sich einige Clubs der Fußball-Bundesliga mit zusätzlichen Spielern verstärkt, um für die Rückrunde gerüstet zu sein. Allerdings stößt die Regelung der Winter-Transfers nicht bei allen Vereinen auf Gegenliebe. Deswegen fordern einige Club-Bosse das Verbot von Spieler-Käufen und Verkäufen innerhalb der Winterpause.

Mit Ruud van Nistelrooy, Zoran Tosic, Réver, Cristian Molinaro, Theofanis Gekas, Edu und einigen weiteren Spielern, haben sich die Bundesliga-Vereine im Januar verstärkt, um den Kader zu für die Rückrunde aufzurüsten. Nun aber gibt es es erste Beschwerden zu diesem Vorgehen. Auslöser der Diskussion war Laurent Blanc, Trainer von Girondins Bordeaux, der Wintertransfers scharf verurteilt.

„Nur die reichen Vereine haben das Geld, sich zwei, drei, vier neue Spieler zu holen und mit einer völlig umgekrempelten Mannschaft in die Rückrunde zu starten“, sagte Laurent Blanc und sprach sogar von „Wettbewerbsverzerrung.“ Auch aus der Bundesliga hat der Franzose einigen Zuspruch erhalten. Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen und Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser sprechen sich ebenfalls dafür aus.

„Für die Wettbewerbs-Stabilität und die Ehrlichkeit des Wettbewerbs wäre nur eine Transferperiode im Sommer sicherlich besser“, sagte Bruchhagen in der aktuellen Ausgabe der „Sportbild“. Ganz ähnlich sieht es auch Leverkusens Holzhäuser: „Grundsätzlich sollten Transfers vor Beginn des ersten Pflichtspiels der jeweiligen Saison abgeschlossen und weitere Verpflichtungen bis zum Ende der Spielzeit nicht möglich sein.“

Aber nicht jeder Club-Boss in der Liga sieht das so. Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger bringt diese Angelegenheit auf den Punkt und widerspricht seinen neuen Kollegen in der „Sportbild“: „Nicht arme und reiche Clubs können in der Winterpause neue Spieler verpflichten – sondern Clubs, die das ganze Jahr über vernünftig wirtschaften. Also auch Abstiegskandidaten.“

Allerdings gibt es auch noch weitere Optionen, wie man das zukünftig handhaben könnte. Eine mögliche Alternative schlägt BVB-Boss Hans-Joachim Watzke vor und sagt: „Die Wintertransferperiode hat sich bewährt. Richtig wäre, sie zu verkürzen – auf zwei Wochen! Die Winterpause wurde ja auch verkürzt.“ (fr)

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