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Gesundheitsfonds belastet Rentenerhöhung

Karl-LauterbachDer Gesundheitsfonds, der ab 2009 geplant ist, wird nach Meinung des SPD-Sozialexperten Karl Lauterbach besonders der ältere Generation zu Last gehen. «Jeder Rentner, der in einer Kasse ist, die zusätzliche Kopfpauschalen erhebt, verliert im Durchschnitt etwa genauso viel, wie er durch die anstehende Rentenerhöhung gewinnt», so die Einschätzung von Lauterbach gegenüber der «Saarbrücker Zeitung» (Montagausgabe).

Dank der guten konjunkturellen Entwicklung werde der im Herbst von der Bundesregierung beschlossene Einheitsbeitrag bei «etwas über 15 Prozent» liegen, so der SPD-Bundestagsabgeordnete. Jetzt seien es 14,9 Prozent. Der Fonds führe allersdings«dazu, dass es neben dem Einheitsbeitrag kleine Kopfpauschalen in Höhe von bis zu einem Prozent gibt», die nur vom Versicherungsnehmer getragen werden müssen.

«Damit frisst der Gesundheitsfonds die anstehende Rentenerhöhung also gleich wieder auf», kritisiert Lauterbach. Die Bundesregierung hatte vor kurzem eine außerplanmäßige Rentenanhebung um 1,1 Prozent zum 1. Juli festgelegt. (ddp)

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