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News vom 05. Februar 2010
© Steffen Leiprecht/ ddpGreenpeace hat eine Schwarze Liste von Pestiziden veröffentlicht, in der für Mensch und Umwelt gefährliche Pflanzenschutzmittel aufgeführt sind.
In ihrer Pestizid-Studie “Die Schwarze Liste” veröffentlichte die Umweltorganisation Greenpeace heute eine Liste von 451 besonders gesundheits- und umweltgefährdenden Pestiziden, die immer noch in Lebensmittelprodukten zugelassen sind. Zu dieser Studie ließ die Umweltorganisation durch zwei unabhängige Experten 1150 international eingesetzte Pflanzenschutzmittel auf ihre Gefährlichkeit für Mensch und Umwelt testen. Die in der schwarzen Liste aufgeführten Pestizide können nach Ansicht der Experten nicht nur eine neurotoxische Wirkung haben, sondern auch die Fruchtbarkeit beeinflussen oder sogar Krebs auslösen. Deshalb fordert Greenpeace den weltweiten Stopp für den Einsatz von gefährlichen Agrargiften in Lebensmitteln.
Nach wie vor kommt es in der konventionellen Landwirtschaft zum Einsatz von Chemikalien. Greenpeace konnte in ihrer Studie 17 Spritzmittel identifizieren, die von deutschen Verbrauchern häufig durch Lebensmittel aufgenommen werden. So wird der Studie zufolge immer noch das vermutlich krebserregende Iprodion auf Kopfsalat verwendet. Weiterhin konnten die Experten den Einsatz des neurotoxisch wirksamen Fungizids Cyprodinil in Tafeltrauben feststellen. Greenpeace stellte in ihrer Neuauflage der Schwarzen Liste fest, dass sich die Zahl der gefährlichen Pestizide im Vergleich zum Vorjahr von 327 auf 451 erhöhte.
Der Einsatz dieser Pestizide gefährdet Greenpeace zufolge nicht nur die Natur – da die Gifte nicht nur das Grundwasser belasten – sondern durch das Spritzen von Obst, Gemüse oder Getreide auch für Mensch und Tier gesundheitliche Risiken birgt. “Nicht nur die Politik, sondern auch die Wirtschaft muss dafür sorgen, dass gefährliche Pestizide aus dem Verkehr gezogen werden”, äußerte Manfred Santen, Chemieexperte von Greenpeace in der Pressemitteilung. In ihrer neuen Studie vergleicht und bewertet Greenpeace außerdem die hausinternen Pestizid-Listen der großen Lebensmittel-Konzerne Edeka und REWE, derzufolge für den Anbau von Obst und Gemüse besonders gefährliche Wirkstoffe ausgeschlossen werden oder weniger giftige Chemikalien für den Einsatz in der konventionellen Landwirtschaft verwendet wird.
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