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Gunther von Hagen schockt wieder mit seinen Körperwelten

AnatomieHenning-Hraban-Ramm pixelioGunther von Hagen schockt schon wieder mit seiner Ausstellung “Körperwelten & Der Zyklus des Lebens”. Bei seiner am Donnerstag in Berlin beginnenden Schau zeigt er zwei sich zu Lebzeiten völlig fremde Menschen beim Geschlechtsverkehr.

Zu sehen ist “Der schwebende Akt” bis zum 30. August im Postbahnhof am Ostbahnhof. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Kai Wegner empörte sich über diese Szene derart, dass er in der “Bild” eine Prüfung der Staatsanwaltschaft über die Legitimität einer solchen Darstellung forderte. Gunther von Hagen reagierte auf diese Kritik eher gelassen und verteidigte sein Werk als etwas natürliches, das zum menschlichen Leben dazugehöre.

Damit diese von vielen Menschen als unmoralisch empfundene Plastik jedoch nicht gesehen werden muss, platzierten die Aussteller “Den schwebenden Akt” am Ende des Rundgangs in einem gesonderten Raum. “Man muss sich dem nicht aussetzen, wenn man nicht will”, sagte Kuratorin Angelina Whalley. Jugendlichen unter 16 Jahren ist der Zutritt ohne Erziehungsberechtigten verboten.

Bei der Ausstellung werden nicht nur tote Menschen zu sehen sein

Um noch weitere Aufmerksamkeit auf seine Ausstellung zu ziehen, will der Plastinator von Hagen noch einen Schritt weiter gehen und plant seine präparierten Leichen sich bewegen zu lassen. Mit Hilfe von kleinen Motoren will von Hagen seine Ausstellungsstücke bewegen lassen. So könnten die Plastinate mit den Augen zwinkern oder einzelne Muskeln anspannen.

Insgesamt werden in Berlin mehr als 200 Plastinate zu sehen sein. Darunter auch verschiedene Nachbildungen von Embryonen, mehrere Schautafeln zum Alterungsprozess als auch plastinierte Körper, die als Turnerin, Rugbyspieler oder anderem dargestellt werden. (dtn/gr/pixelio/Henning Hraban Ramm)

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