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Hamburg: Beinahe Katastrophe auf der Elbe – Kapitän volltrunken

Ein betrunkener Kapitän aus Russland hat in der Nacht von Sonntag auf Montag auf der Elbe fast eine Schiffskatastrophe verursacht. Der 52 Jahre alte Schiffsoffiziert hatte 2,44 Promille Alkohol im Blut. Er hätte mit seinem Frachter fast ein Containerschiff gerammt, dass mit gefährlicher Fracht beladen war.

Wie die Polizei mitteilte war der betrunkene Kapitän mit seinem 71 Meter langen Frachtschiff “MS Fairland” gegen 1.30 Uhr elbabwärts unterwegs, jedoch auf der falschen Fahrwasserseite. In Höhe von Finkenwerder kam es daher beinahe zum Zusammenstoß mit dem 165 Meter langen Containerschiffes “Cap Azul”. Beide Schiffe sind dabei nur ganz knapp einem Zusammenstop entgangen. Ein Sachschaden entstand nicht.

Das die “Cap Azul” Gefahrengut verschiedenster Art geladen hatte, hätte eine Zusammenstoß aber schlimme Folgen gehabt. Unter anderem gehörten Methanol, Azetone und andere Erdöldestillate zur Ladung.

Lotsen hatten zuvor bereits vergeblich Versucht, den Kapitän der “MS Fairland” per Funkt zu erreichen. Da diese nicht gelangt verständigte die Hamburg Port Authority (HPA) daraufhin die Wasserschutzpolizei. In Polizei konnte das Schiff in Höhe Wedel dann stoppen.

Nachdem bei der Alkoholkontrolle ein Wert von 2,44 Promille festgestellt worden war, wurde der Mann verhaftet und das Schiff wurde zur Twielenfleth-Reede gebracht und dort festgemacht.

Der festgenommene Kapitän wurde nachdem er eine Kaution von 7.560 Euro hinterlegt hatte am Montag aus dem Untersuchungsgefängnis frei. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, entspricht diese Summe in etwa der Höhe der zu erwartenden Strafe. Die Reederei muss allerdings einen anderen Kapitän schicken, da er das Schiff nicht wieder betreten darf.

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