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Hamburg-Eppendorf: Neues Zentrum sagt Fettleibigkeit den Kampf an

Hamburg-Eppendorf: Neues Zentrum sagt Fettleibigkeit den Kampf an © Joern Pollex/ddp

Die Zahlen sind erschreckend und stellen leider noch keinen Höhepunkt dar. So sind mittlerweile rund 16 Millionen Menschen in Deutschland krankhaft übergewichtig, was nicht nur im täglichen Leben zu enormen Einschränkungen führt, sondern sehr oft auch schwerwiegende Folgen für die Gesundheit mit sich bringt.

So gilt starkes Übergewicht bzw. Fettleibigkeit, in der Fachsprache auch Adipositas genannt, mittlerweile als Risikofaktor Nummer eins bei der Entstehung chronischer Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder auch bei der Entwicklung einiger Krebsarten. Priv.-Doz. Dr. Oliver Mann spricht gegenüber der „Welt“ daher nicht von ungefähr von einer um rund zehn Jahre geringeren Lebenserwartung von Adipositas-Kranken, was in erster Linie auf die schwerwiegenden Begleiterkrankungen von Fettleibigkeit zurückzuführen ist.

In seiner Funktion als chirurgischer Leiter des Universitären Adipositaszentrums des Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) hat Mann zusammen mit seinen Kollegen der Fettleibigkeit den Kampf angesagt und will mit einem interdisziplinären Therapieansatz dazu beitragen, fettleibigen Menschen zu helfen, ihr Körpergewicht deutlich zu reduzieren und zu einem gesunden Lebensstil zu finden. Am UKE sollen fortan alle Fachbereiche bei der Betreuung von Adipositas-Patienten sehr eng zusammenarbeiten, um ein möglichst optimales Ergebnis erzielen zu können. Involviert sind dabei viele Experten vom Kardiologen über Chirurgen bis hin zu Ernährungsberatern, die alle ihren Beitrag zum Erfolg leisten sollen.

Die Chancen auf positive Ergebnisse sieht Privatdozent Dr. Jens Aberle, der als endokrinologische Leiter des Zentrums fungiert, durchaus hoch, weiß er doch sehr gut geschultes Personal an seiner Seite: „In allen Fachbereichen des Hauses haben wir Spezialisten, die sich mit den Besonderheiten bei der Behandlung von Adipositas-Patienten auskennen.“

Eine der Methoden, die das Universitären Adipositaszentrum regelmäßig anwendet, verspricht dabei relativ schnellen und sicheren Erfolg. Mit einer Operation, bei der der Verdauungstrakt verkürzt und ein Magen-Bypass eingesetzt wird, nehmen Patienten schon in den ersten Wochen nach der OP deutlich ab und verlieren innerhalb eines Jahres zwischen 30 und 40 Prozent ihres vorherigen Körpergewichts. Im Zuge dessen verringern sich auch die Begleiterscheinungen der Fettleibigkeit wie Dr. Aberle an einem Beispiel erklärt: „Die meisten Patienten mit einem Diabetes können nach 6 bis 10 Monaten ihre Medikation deutlich reduzieren oder sogar beenden. Dieser Effekt hält einige Jahre an oder bleibt sogar lebenslang bestehen.“

Weil laut dem Robert-Koch-Institut 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland zwischen drei und 17 Jahren übergewichtig sind, dürfte dem neuen Zentrum die Arbeit so schnell nicht ausgehen.

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