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Hapag-Lloyd schwächt TUI – Reisekonzern gerät in die tiefroten Zahlen

Hapag-Lloyd schwächt TUI – Reisekonzern gerät in die tiefroten Zahlen © dpp

Die Schifffahrtsbranche bereitet dem Hannoveraner TUI-Konzern Bauchschmerzen: Die Hapag-Lloyd Reederei sorgt für schwere Verluste.

Hannover. Der Reise- und Schifffahrtskonzern TUI hat im zweiten Quartal dieses Jahres herbe Verluste hinnehmen müssen. Wie das Unternehmen mitteilte, ergab sich für die Monate April bis Juni ein Verlust von 524 Millionen Euro nach einem Minus von 127 Millionen im Vorjahr. Dabei hat die Container-Reederei Hapag-Lloyd den Hannoveraner Konzern am schwersten belastet: Ein Verlust von 121 Millionen Euro fällt allein auf die Hamburger Reederei. Außerdem beliefen sich die Zinsen auf Darlehen für Hapag-Lloyd auf rund 370 Millionen Euro.

Aufgrund der Rechnungslegungsvorschriften müsse TUI die Darlehen, die zur Finanzierung des Hapag-Lloyd dienen, einer Umbewertung unterziehen. Die derzeitige Finanz- und Risikolage der Containerschifffahrt zum 30. Juni 2009 führe im Vergleich zum 31. März 2009 zu einem Anstieg des risikoadäquaten Zinssatzes, der die Neubewertung der von TUI an die Containerschifffahrt gewährten Darlehen erforderlich gemacht habe. Der Konzernumsatz brach im zweiten Quartal um zwölf Prozent auf knapp 4,2 Milliarden Euro ein.

Trotz der schlechten Aussichten rechnet der Touristikkonzern mit einem positiven Abschluss für den Geschäftszeitraum von Januar bis September dieses Jahres. Zwar werde das Ergebnis im Kerngeschäft Touristik leicht unter dem Vorjahresniveau liegen, insgesamt werde aber trotzdem ein befriedigendes operatives Ergebnis erwartet. Das Touristikgeschäft stünde zusammen mit einem Buchgewinn aus dem mehrheitlichen Verkauf der Containerschifffahrt den Belastugen von Hapag-Lloyd gegenüber. (ag/ddp)

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