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Hodenentzündungen als Folge von Mumps

Hodenentzündungen als Folge von Mumps © Pixelio/ seedo

Männer, die in jungen Jahren an Mumps erkrankt sind, haben ein höheres Risiko für eine Hodenentzündung, in deren Folge Unfruchtbarkeit droht.

Der irische Urologe Niall Davis hat zusammen mit seinen Kollegen der Mater Misericordiae Universität in Dublin die Statistiken der letzten 50 Jahre zu urologischen Erkrankungen analysiert. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass eine Mumps-Erkrankung in rund 42% der Fälle mindestens eine Komplikation oder Spätfolge nach sich zieht. Bei Männern waren dies vor allem Hodenentzündungen, bei Frauen vor allem Eierstockentzündungen, Taubheit, Gehirnhaut- oder Bauchspeicheldrüsenentzündungen.

Bei der Datenanalyse stellte sich heraus, dass rund 50% der Männer mit Hodenentzündung auch einen Hodenschwund erleiden, dass komplette Unfruchtbarkeit durch Hodenentzündung jedoch selten ist. Allerdings war bei 13% der Betroffenen die Fruchtbarkeit eingeschränkt. Bis zu drei Monate nach der Hodenentzündung hatte die Hälfte der Patienten noch abnorme Spermien, bei einem Drittel der Betroffenen hielt dies bis zu drei Jahre nach der Erkrankung an. Der Zusammenhang zu Hodenkrebs ist allerdings sehr gering.

Aktuell ist in Irland ein rasanter Anstieg von Hodenentzündungen bei jungen Männern zu beobachten. Davis erklärt, dass viele Jungen in den 90er Jahren nicht die so genannte MMR-Impfung (Masern, Mumps, Röteln) erhalten haben und nun vermehrt diese Entzündung aufweisen, weil sie sich in den Schulen gegenseitig anstecken. In manchen Städten liegt die Impfrate für diese Imfpung inzwischen nur noch bei unter 60%. Früher betrug sie 91%. Die Mediziner raten jungen Männern im Alter von 15-24 Jahren, die als Kind nicht geimpft wurden, diese Impfung unbedingt nachzuholen.







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