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Homepage Baukasten kostenlos oder kostenpflichtig?

Homepage Baukasten kostenlos oder kostenpflichtig? © Torsten Silz/dapd

Im Zeitalter des Web 2.0, in dem quasi alles und jeder online anzutreffen ist, ist eine Webpräsenz für Firmen und viele Privatpersonen unabdingbar geworden. Gerade im privaten Bereich fehlt es jedoch oft an Zeit und Know-How diese von Grund auf selbst zu gestalten und bei professionellen Anbieter muss man zumeist tief in die Tasche greifen.

Eine möglichst einfache und günstige Alternative bieten die sogenannten Homepage Baukästen. Nach dem Prinzip eines Baukastens können Elemente ausgewählt, platziert und angepasst werden bis das gewünschte Ergebnis erreicht wurde. Im Optimalfall soll die Komplettzusammenstellung möglichst wenig Zeit im Anspruch nehmen. In der Praxis trifft man jedoch oftmals auf unerwartete Probleme und besonders bei der individuellen Anpassbarkeit einzelner Elemente lassen sich große Unterschiede zwischen verschiedenen Anbietern festmachen.

Im Folgenden werden einige populäre Anbieter kostenloser und kostenpflichtiger Baukästen an Hand verschiedener Funktionalitäten verglichen, um Ihnen die Wahl zu erleichtern.

Die populärsten kostenlosen Anbieter

Jimdo:
Auf jimdo.com kann man online schnell und einfach seine eigene Webseite erstellen. Es gibt zahlreiche Designvorlagen in verschiedenen Variationen aus denen ausgewählt werden kann. Erfahrene Nutzer können diese zudem durch direkten Zugriff auf den HTML- und CSS-Code individuell anpassen. Eine Smartphone-Version wird automatisch erzeugt.

  • Die jimdo-Seiten sind automatisch für Suchmaschinen optimiert, um entprechende Platzierungen zu erreichen. Meta- und Alt-Tags sind allerdings erst ab JimdoPRO anpassbar.
  • Widgets wie Bildergalerien in HTML oder Flash, Social-Media Verlinkungen zu Facebook oder Twitter sowie YouTube-Videos sind problemlos und stilgetreu einbindbar.
  • Ein besonderer Leckerbissen ist der zuschaltbare Onlineshop mit PayPal Unterstützung. In diesem können in der kostenlosen Variante allerdings nur 5 Produkte platziert werden.
  • Die Webadresse im kostenlosen Paket lautet „Nutzername.jimdo.com“.

Die beiden Zusatzpakete JimdoPRO (5 Euro pro Monat) und JimdoBUSINESS (15 Euro Pro Monat) bieten neben bereits genannten Funktionen eine de-Domain, E-mail Konten, mehr Designvorlagen und sind werbefrei.

Weebly:
weebly.com verfolgt wie auch Jimdo das Prinzip eines einfachen Onlinebaukastens und ist in seiner Funktionalität sehr ähnlich.
Einen ersten Unterschied bemerkt man bei der Suchmaschinenoptimierung: Auf Weebly sind alle Tags auch in der kostenlosen Version anpassbar.

  • Neben den üblichen Widgets liefert Weebly zudem einen eigenen Audio- und Videoplayer. Dafür ist die Einbindung der Social-Media etwas mager.
  • Ein Onlineshop ist zwar vorhanden, allerdings ist dieser eher knapp gehalten und unterstützt deutlich weniger Bezahlmethoden als Jimdo.
  • Auf Weebly direkt sind nur com-, net- und org-Domains zu relativ hohen Preisen erhältlich. Eine de-Domain muss man sich also selbstständig bei einem externen Anbieter zulegen.
  • Eine besondere Funktion stellt das eigene Onlinebildverarbeitungsprogramm „ImagePerfect“ dar mit dem sich Bilder in Sekunden ohne Vorkenntnisse anpassen lassen.

Einziges, großes Manko: Der Support kommuniziert ausschließlich in Englisch. Das werbefreie Paket mit E-mail Konto, aber ohne eigene Domain ist für 3,99 USD pro Monat zu haben.

Wix:
Auch wix.com ist ein Onlinebaukasten. Allerdings basiert er im Gegenteil zu seinen Vorgängern auf Flash, was erhebliche Unterschiede in Bedienung und Resultaten zur Folge hat.

  • Generell ist Flash im Web stark diskutiert. Zwar lassen sich Animationen und Designelemente bedeutend detaillierter darstellen, allerdings wird Flash z.B. von Apple-Geräten wie iPhone oder iPad nicht unterstützt.
  • Auch auf Wix ist die Designauswahl sehr umfangreich und besonders auf künstlerische Gestaltung ausgelegt. Eine individuelle Anpassung ist ebenfalls möglich. Eine Smartphone-Version wird nicht automatisch erstellt.
  • Wix liefert auf Grund seiner Flash-Basis die umfangreichste Widgetkollektion mit vielen Anpassungsmöglichkeiten und enthält wie auch Weebly sein eigenes Bildverarbeitungsprogramm.
  • Ein sauber gestalteter Shop ist enthalten, allerdings unterstützt dieser ebenfalls wenige Bezahlmethoden.
  • Wie bei allen kostenlosen Anbietern ist der Domain-Name recht lang. Eine de-Domain ist direkt bei Wix erhältlich.
    Für das werbefreie Paket mit eigener Domain muss man 9,90 USD pro Monat bezahlen.

    Die populärsten kostenpflichtigen Anbieter

    1&1:
    Der Onlinebaukasten von 1&1 ist mittlerweile durch seinen TV-Spot sehr bekannt geworden. Aufbau und Funktionen orientieren sich deutlich am ehemaligen Partner Jimdo.

    Die Designauswahl ist an diverse Berufsbranchen angepasst, allerdings basieren viele Designs auf ähnlichen Grundlayouts.
    Die Erstellung der Homepage soll in drei Schritten erfolgen: Branchenauswahl, Anpassung des Layouts und Anpassung des Inhalts. Einige branchenspezifische Textvorlagen sind bereits vorhanden. Diese sind allerdings mit Vorsicht zu genießen, da Suchmaschinen gleiche Texte nicht gerne sehen.

    Das BASIS-Paket für 4,99 Euro pro Monat in der Ausführung für Privatpersonen bzw. 9,99 Euro pro Monat für die Businessversion bietet eine de-Domain und alle nötigen Standardfunktionen.

    Der ambitioniertere Benutzer muss für das PLUS-Paket 19,99 Euro pro Monat bezahlen, um Zusatzfunktionen wie einen Terminkalender oder den erweiterten Onlineshop nutzen zu können.

    Website X5 Evolution 9:
    Das Softwarepaket für Windows, das für einmalig rund 60 Euro zu erhalten ist, verfolgt ein 5-Punkte-System zur Erstellung der eigenen Webseite: Designauswahl, Bestimmung der Struktur, Einfügen der Inhalte, Individuelle Anpassung, Veröffentlichung.

    Das Offline-Tool funktioniert ähnlich wie vorhergehende Onlineprodukte. Die Webseite muss nach ihrer Fertigstellung lediglich via FTP oder SVR auf einen Webspace geladen werden.

    Eine besondere Funktion ist die einbindbare Zugangsverwaltung, um bestimmte Bereiche der Webseite nur für authorisierte Personen zugänglich zu machen.

    Generell ist der individuellen Anpassbarkeit mit diesem Tool kaum eine Grenze gesetzt. Besonders für erfahrenere Nutzer bietet das Hervorheben ausgewählter HTML-Elemente im frei editierbaren Quellcode große Vorteile.

    Panic Coda 1.7:
    Panic Coda ist das Pendant zu Website X5 Evolution für MAC Nutzer. Beide Tools umfassen im Groben die gleichen Erstellungsschritte und Funktionalitäten.

    Allerdings besteht auch hier wieder die Einschränkung, dass der Support nur in Englisch kommuniziert.
    Coda ist für einmalig 99 USD zu erhalten.

    Fazit

    Alle aufgeführten Homepage Baukästen sind zurecht populär und auf diversen Seiten ausgezeichnet. Allerdings hängt die Wahl des für einen persönlich besten Baukastens von der Art der Verwendung ab.

    Jimdo und Weebly sind sehr ähnliche Tools. Wer wenig Know-How mitbringt und möglichst kostenlos eine Webpräsenz erstellen möchte ist hier gut aufgehoben. Weebly ist zwar einen Ticken flexibler in der Anpassung, allerdings ist der Support nur auf Englisch kontaktierbar.

    Wix ist auf Grund seiner Vorlagen und Flash-Basis für Fotographen, Grafiker und alle, bei denen Design im Vordergrund steht, prädestiniert.

    1&1 bietet besonders schnelle und unkomplizierte Lösungen für Unternehmen. Wer hiernach sucht und sich möglichst wenig mit seiner Webseite auseinandersetzen möchte ist bei 1&1 gut aufgehoben.

    Website X5 Evolution für Windows-Nutzer bzw. Panic Code für MAC-Nutzer sind die Offline-Tools für den gehobenen Anspruch. Wer gegenüber herkömmlichem Webdesign möglichst wenig Flexibilität einbüßen will und kein Problem damit hat sich selbst um Webspace- und Domainverwaltung zu kümmern wird mit diesem Tools mit Sicherheit glücklich. Ein Grundverständnis für HTML und FTP ist hierfür allerdings Voraussetzung.

    Abschließend bleibt zu sagen, dass es zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Baukästen in Sachen Funktionalität meist nur geringe Unterschiede gibt. Wer seine Website wirklich komplett kostenlos erstellen und betreiben möchte wird sich voraussichtlich mit einer langen, unschönen Domain und Werbebannern abfinden müssen, was bei halbwegs professionellen Internetauftritten nicht akzeptabel ist. Entsprechende Pro- oder Premiumpakete, die dieses Problem lösen, verursachen im Endeffekt ähnliche Kosten wie kostenpflichtige Baukästen.

    Am besten fällt man seine Entscheidung, wie vorhin beschrieben, an Hand der Art der Verwendung und entscheidet sich je nach Vorkenntnissen für ein Online- oder Offlinetool.

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