News vom

Hundehalter und ihre Ärgernisse

Hundehalter und ihre Ärgernisse Flickr.com BY © _tar0_

Einer Erhebung des IVH (Industrieverband Heimtierbedarf) zufolge leben ca. 7,4 Millionen Hunde in Deutschland, etwa zwei Drittel sind Rassehunde und ein Drittel Mischlinge. Jeder Hund ist auf seine Art einzigartig und der Stolz seines Besitzers, egal um welche Rasse es sich handelt. In den letzten Jahren gerieten Hunde immer wieder in die Kritik und mit ihnen auch die Hundebesitzer. In den Medien wird regelmäßig von Angriffen berichtet, insbesondere wenn ein Kind von einem Hund gebissen wurde und es sich dabei um einen Kampfhund handelte. Der Frage nach dem Auslöser der Angriffe, wird oftmals nicht genauer nachgegangen. Es wird begründet mit einer Pauschalisierung auf aggressive Kampfhunde.

Auslöser für Hundeangriffe und generelle Ärgernisse
Obwohl eine entsprechende Erziehung dahingehend führen kann, dass ein Tier um sich beißt, ist Aggression nicht immer der Grund für einen Angriff auf Menschen. Ein weiterer ist die Tollwut. Als Vorsichtmaßnahme muss die Schutzimpfung bei Hunden alljährlich aufgefrischt werden. Einen infizierten Hund erkennen sie an folgenden Merkmalen: er wird unkontrolliert aggressiv, es kommt zu ununterbrochenem Bellen und er leidet zu guter Letzt an massiven Lähmungserscheinungen. Es handelt sich um eine unheilbare Krankheit, die erst das Nervensystem und dann das Hirn angreift. Hat es dieses Stadium erreicht, ist jede Hilfe zu spät. Das Tier muss eingeschläfert werden.

Der zweite Auslöser ist bedingt durch die naive Handlungsweise von Kindern. Sie können oftmals nicht verstehend, dass sie keine fremden Hunde streicheln sollten. Die vorsichtigeren Kinder fragen den Tierbegleiter, ob sie es dürfen. Aber häufig kommt es vor, dass Kinder sich ungefragt einem Hund nähern. Sie können die dabei entstehenden Gefahren nicht wirklich einschätzen, auch die motorischen Fähigkeiten werden im Laufe der ersten Jahre verfeinert. Wenn nun also ein beispielsweise kurz zuvor erblindeter Hund plötzlich mit einem Kind konfrontiert wird, kann es zu Angstreaktionen von Seiten des Hundes kommen. Unter Umständen reagiert er mit einem Angstbiss. Das ist keine ungewöhnliche Handlung. Besonders kleine Kinder, die sich ihrer Kraft nicht bewusst sind, greifen direkt ins Fell und zerren förmlich daran. Dies verursacht Schmerzen und geschieht für den Hund evtl. völlig unerwartet. Eine Kurzschlussreaktion ist die Folge. Ein schmerzhaftes Erlebnis für das Kind, dass danach möglicherweise langfristig Angst vor Hunden hat. Durch umfassende Aufmerksamkeit von Hundehalter und Eltern kann dies vermieden werden. Ein Hundebesitzer kennt zudem sein Tier und weiß, wie er sich ihm zu nähern hat, um solche Angsthandlungen zu vermeiden. Ihrer eigenen Gesundheit und der ihres Kindes zu liebe, übergehen sie die Hinweise des Besitzers nicht.

Ein Ärgernis für Hundehalter ist der schlechte Ruf, den die Tierübergriffe verursacht haben. Es gibt z.B. in der deutschen Hauptstadt Berlin etwa 150.000 Hunde, davon 5000 Kampfhunde. Im vergangenen Jahr wurden dort 706 Hundeangriffe auf Menschen registriert. Dies ist Grund genug für die Politiker erneut Überlegungen bezüglich Schutzmaßnahmen einzuleiten. Im gleichen Maße, indem Menschen vor Hundeangriffen bewahrt werden müssen, sollten natürlich auch Hunde vor Personen abgeschirmt werden, die nichts Gutes im Sinn haben. Ein weiterer Punkt der einige Hundebesitzer verärgert, ist die Frage der Besteuerung. Neben dem Hund wird ausschließlich das Pferd als Nutztier vom Staat besteuert. Früher als Luxussteuer den Reichen auferlegt um den 30jährigen Krieg zu finanzieren, dient sie heute zur Steuerung der Tieranzahl in Städten und Gemeinden.

Ein kurzes Wort zum Schluss
Hunde sind kein Spielzeug. Es sind lebende Wesen, die als Teil einer Familie eine wichtige soziale Bedeutung für den Eigentümer innehaben. Schon deswegen ist es sowohl für Hundeeigentümer aber auch für Eltern wichtig, ihre jeweiligen Lieblinge im Auge zu behalten. Ein Hundebesitzer hat sehr effektive Möglichkeiten den Hund unter Kontrolle zu halten, dies geht über die vielerorts vorgeschriebene Leine mit Hundegeschirr oder Halsband oder auch den Maulkorb. Anders sieht es hier bei den Eltern von kleineren Kindern aus. Sie haben keine Leine und wenn sie ihre Aufmerksamkeit mal eben auf etwas oder jemand anderen richten, geht ein kleines Kind ganz schnell auf Entdeckungstour. Hundehalter mit gut erzogenen Tieren reagieren auf kleine Kinder eher gelassen und führen das Kind oftmals gekonnt an den Vierbeiner heran. So haben beide Seiten ihre Freude daran, Hund und Kind genießen diese Situation.

Im Umgang mit fremden Hunden heißt es also ganz generell, Aufmerksam sein und Rücksicht nehmen – dann gibt es auch keine Probleme!

Anzeige:




Ähnliche Nachrichten:




Anzeige

Rost entfernen leicht gemacht


Letzte Nachrichten

Auch in den News

Kreta – Eine Traumdestination im Wandel thumbnail Kreta – Eine Traumdestination im Wandel

Wer sich nach einem bezahlbaren Sommerurlaub umsieht, der wird spätestens seit den politischen Unruhen in der Türkei und im Norden Afrikas verstärkt im südeuropäischen Raum schauen. Eine Insel, die neben den Traumstränden Spaniens und der Südküste Frankreichs oft in Vergessenheit gerät, ist die griechische Insel Kreta. Die fünftgrößte Mittelmeerinsel lockt in den letzten Jahren immer […]

Mehr Nachrichten

Warum immer mehr Raucher zur E-Zigarette greifen thumbnail Warum immer mehr Raucher zur E-Zigarette greifen

Weitere Schlagzeilen