News vom

Jedes fünfte Kind sieht ihren Computer bereits als einen Trostspender

Nur wenige Jungen und Mädchen haben keinen Rechner zur Verfügung

Viele der Kinder in Deutschland leiden unter der mangelnden Zuneigung ihrer Eltern und suchen stattdessen in ihrem Computer einen Trostspender. Bereits jedes fünfte Kind finde bei dem Computerspielen oder dem Fernsehkonsum den Trost und die Bestätigung oder sitze schließlich aus Langeweile davor, berichtete die Bundesfamilienministerin Frau Ursula von der Leyen (CDU) am Freitag bei der Präsentation des «Kinderbarometers Deutschland 2009» in der Stadt Berlin.

Für diese Studie wurden insgesamt bundesweit 10 052 Kinder in dem Alter zwischen 9 und 14 Jahren zu ihrem Medienverhalten, sowie ihrem Leben in der Familie, dem Freundeskreis und der Schule und ihrer Taschengeldsituation und natürlich zu ihrem Wohlbefinden befragt. Diese Befragung gilt nun als eine der bislang umfangreichsten Untersuchungen ihrer Art.

Demnach haben lediglich fünf Prozent der Jungen und Mädchen in der angegebenen Altersspanne keinen Computer zu der Verfügung. Verglichen mit 84 Prozent welche zu Hause im Internet surfen können und schon bei jedem dritten Kind stehen Computer und Fernseher in dem Kinderzimmer. Wer sich in seiner Familie nun weniger wohl fühle, suche oftmals Trost am Computer oder am Fernsehen, ergab diese Studie.

Frau von der Leyen ermahnte, es müsse einen hellhörig machen, dass die Medien von den Kindern durchaus als «Rückzugsgebiet» empfunden würden. Schließlich dürfe der Bildschirm keine «Ersatzfunktion» für Kinder hier einnehmen, welche Trost und Bestätigung suchten. «Die Eltern bleiben gerade in der pubertären Phase schließlich unverzichtbar», betonte Frau von der Leyen und wies gleichzeitig darauf, dass die Eltern auch in der Pflicht sind, sich die medialen Kompetenzen anzueignen. (ddp/shu)

Anzeige:




Ähnliche Nachrichten: