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© Mark Keppler/dapdZwei Tage nach der Flucht eines Häftling aus der Justizvollzugsanstalt (JVA) Bochum-Krümmede läuft die Fahndung nach dem 47 Jahre alten Mann auf Hochtouren. Der Ausbrecher soll dabei weitaus gefährlicher sein als zunächst von der JVA-Leitung behauptet worden war.
So handelt es sich bei dem aus Polen stammenden Mann nicht lediglich um einen ungefährlichen Ladendieb, sondern um einen mit internationalem Haftbefehl gesuchten Schwerverbrecher. Wie das Justizministerium in Düsseldorf am Montag bestätigte, wird gegen den Mann in seiner Heimat wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes und Brandstiftung ermittelt.
Im nächsten Monat sollte der 47-Jährige deshalb nach seiner geplanten Entlassung sofort nach Polen ausgeliefert werden. Allerdings wussten die Behörden in Deutschland offenbar nicht Bescheid über die Ausmaß der Verbrechen des Mannes, wie ein Sprecher des Justizministeriums gegenüber der “Rheinischen Post” erklärte: “Sonst hätte er keine Hafterleichterung bekommen und wäre auch nicht entkommen. Wir prüfen intern und werden den Fall unter die Lupe nehmen und klären, warum uns die polnischen Kollegen nicht informiert haben.”
Dem Mann war am Sonntag aus einem Pfortengebäude im Besucherbereich entkommen, wo er wie weitere als ungefährlich eingestufte Häftlinge zum Putzdienst eingeteilt war.
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