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Das alte Hausmitteln Kampfer könnte gegen chronisch niedrigen Blutdruck wirken. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Ludwig-Maximilians-Universität München nach einer Patienten-Studie.
Die Wissenschaftler untersuchen seit mehreren Jahren die Zusammenhänge zwischen Herz-Kreislauf-Prozessen und mentalen Vorgängen. Im Rahmen dieser Forschungen überprüften sie auch die Auswirkungen eines kampferhaltigen Herz-Kreislauf-Präparates bei Menschen mit chronisch niedrigem Blutdruck.
Patienten mit diesem Krankheitsbild leiden häufig an Müdigkeit, Antriebsschwäche und Konzentrationsmangel und klagen über eine reduzierte mentale Leistungsfähigkeit. Die Symptome zeigen sich vor allem in den frühen Vormittagsstunden und nach den Mahlzeiten. Die Wissenschaftler verabreichten einem Teil der Betroffenen das Kampferpräparat, ein anderer Teil erhielt zum besseren Vergleich ein Placebo.
Dabei zeigten die mit dem Kampfer behandelten Patienten bereits nach ein bis zwei Minuten eine deutliche Verbesserung der Aufmerksamkeit, der Konzentrationsfähigkeit, der Hand-Augen-Koordination und des Kurzzeitgedächtnisses. Der Effekt wurde umso stärker, je höher der Blutdruck stieg.
Die Forscher vermuten nun, dass ein niedriger Blutdruck zu einer geringeren Durchblutung des Gehirns führt und dass die typischen Symptome der Erkrankung auf diesem Zusammenhang beruhen. mp/lexa
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