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Kapitalanlage auf Knopfdruck- FinTechs gegen Banken

Kapitalanlage auf Knopfdruck- FinTechs gegen Banken © Willyam Bradberry - 265770509/Shutterstock.com

Oft hat der Riese einen Vorteil, ob in der Wirtschaft oder im Kraftsport. Wer eine stattliche Größe vorzuweisen hat, wird von vorherein nicht fragend respektiert. Das liegt in der Natur der Dinge. Seine Größe kommt ja schließlich nicht von ungefähr, so sagt man zumindest.

Doch manchmal wird der Riese zu schwerfällig und ruht sich auf seiner Größe aus, während unten so einiges passiert. Denn die kleinen haben dazu gelernt und ihre Zeit ist gekommen ihr Können auszuspielen. Die einzigen Chancen des Riesen sind in diesem Fall Konfrontation oder Kooperation.

FinTechs revolutionieren die Kapitalanlage

Die Rede ist von großen Banken und den kleinen FinTechs. FinTechs revolutionieren aktuell die Geldanalage-Landschaft, indem sie Anlegern ihre Leistungen als etwas Simples präsentieren. Das passt den großen natürlich nicht, denn deren Strategie ist eine ganz andere. Der Finanzmarkt ist komplex und überaus groß, sodass man ohne einen Berater verloren ist. Vertrauen ist stets das Stichwort und das erreicht man nur mit Größe, am besten so groß wie ein Wolkenkratzer.

Infografik: Berlin ist das deutsche Fintech-Epizentrum | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Vielleicht ist auch das der Grund, warum sich eine zu enge Kooperation zwischen den beiden noch als schwierig darstellt. FinTechs verkaufen kein Vertrauen, sondern eine transparente Leistung und sind alleine damit schon im Vorteil bei der heutigen Generation als Kunde.

Doch klar ist, dass die großen langsam aufwachen und kalte Füße bekommen. Die Deutsche Bank mischt nun ebenfalls mit. Das Robo-Trading Angebot der Deutschen Bank bietet so etwas wie eine konkurrenzfähige Alternative zu den Portalen CASHBOARD oder Vaamo. Unlängst hat die Bank erkannt, dass das von ihr genannte digitale Ökosystem auch von einer großen Bank infiltriert werden sollte, wie die eigens dafür erstellten Studien belegen.

Auf neue Technologien setzen

FinTechs setzen laut paymentandbanking.com oft auf neue Technologien aus den folgenden Bereichen:

  • eCommerce (Barzahlen, Billpay, better payment, paymill, Payever un.v.a.)
  • Mobile Payment (Payleven, Sumup, paycash, Kesh, iPayst u.v.a.)
  • Crowdlending,- investing,- funding (Auxmoney, companisto, seedmatch, smava,valendo, Zencap u.v.a.)
  • Anlagevermittlung (Vaamo, Bergfürst, Moneymeets, CASHBOARD, bettervest u.v.a.)
  • Banking (traxpay, Fidor, finreach, elopay, mambu, fino u.v.a.)
  • Versicherungen (schutzklick, Finanzchef, fair-sichert24, erste digital u.v.a.)
  • Immobilien (exporo, imcheck24, zinsland, brickvest)

Weitere Bereiche sind Bitcoins, ERP (Datenbanken), Spenden, Gastronomie/Kasse, PFM (Persönliches Finanzmanagement), Online-Ident und Business Intelligence.

Und damit ist die Fahnenstange noch nicht erreicht. Wie die Statistik der Unternehmensberatung Barkow Consulting zeigt, stieg das Investitionsvolumen in FinTech Start-Ups hierzulande zwischen den Jahren 2012 und 2015 rasant an.

LQ topnews.de LZ cashboard.de

Statistik: Investitionsvolumen in FinTech Start-Ups in Deutschland von 2012 bis 2015

Die Wachstumsrate von 2014-2015 betrug 80 %. Diese betrug zwischen den Jahren 2012 und 2013 ebenfalls um die 77 %, bezogen auf den damaligen Gesamtwert von lediglich 36 Mio. Euro, war der Anstieg vergleichsweise moderat. Zwischen den Jahren 2013-2014 gab es einen regelrechten Boom, denn die Zuwachsrate betrug in diesem Jahr knapp unter 140 %.

Das Recht auf ihrer Seite

Dabei ist ein weiterer Vorteil von FinTechs die rechtliche Lage. Da die meisten von ihnen als Vermittler-Portale auftreten und nur die nötigen Plattformen liefern, unterliegen sie nicht denselben Compliance-Auflagen wie beispielsweise Banken. Ein weiterer Faktor, der für die Wettbewerbsfähigkeit spricht, denn Kosten können so gespart werden und Konditionen günstiger gestaltet. So beispielsweise der Anbieter CASHBOARD.

CASHBOARD – sichere Rendite für lau

CASHBOARD.de garantiert 2 % Rendite. Doch das ist nicht das Einzige. Darüber hinaus wird dem Anleger der Kapitalerhalt zugesichert, im Falle dessen er das Kapitalschutz-Konto wählt. Hier ist die Rendite am geringsten, da auch das Risiko sehr gering ist. Dementsprechend werden dem Kunden auch nur Produkte vermittelt, die dieses geringe Risiko aufweisen.

Je nachdem welche Risikoklasse der Kontoinhaber gewählt hat, umso mehr Rendite kann er erwarten. Einen Kapitalschutz bietet allerdings nur das gering verzinsten Kapitalschutz-Konto.

InvestitionswertKontoarten
CashKapitalschutz-Konto
GeldmarktfondsKapitalschutz-Konto
AnleihenAusgewogen-Konto
ImmobilienAusgewogen-Konto
AktienRendite-Konto
Managed Trading /Social TradingRendite-Konto
PrivatkrediteRendite-Konto
Start-UpsRendite-Konto

Damit CASHBOARD sich finanzieren kann oder diese Mindestrendite ermöglichen, gibt es lediglich einen Posten. Nämlich die 10 % Gewinnbeteiligung, die aber nur dann anfällt, wenn eine positive Rendite erzielt wird. Der Rest wird über Provisionen der vermittelten Fonds und Anbieter geregelt. Weitere Infos zu dem Thema bietet der CASHBOARD-Testbericht.

Welche weiteren Vorteile bieten FinTechs ihren Kunden bei der Geldanlage

Eine Anlageberatung wird sich für den vermögenden Kunden wohl nicht vermeiden lassen. Die heutige Generation ist jedoch erpicht darauf neues selbst auszuprobieren und ihre eigenen Wege zu gehen. Der Vorteil der neuen Anlageformen kann daher mit der Self-Service Einstellung verglichen werden. Der Anleger übernimmt seine Beratung selbst und wird dafür mit einem geringeren Aufwand und Kosten belohnt.

Dafür sind Systeme notwendig, die es einem ermöglichen eine simple Beratung durchzuführen und hier kommen die FinTechs wie CASHBOARD ins Spiel. Sie stellen die Plattformen für den Kunden zur Verfügung. Die ersten dieser Art waren etwa die Vergleichsportale. Doch heute geht es so weit, dass eine Kapitalanlage mit Hilfe einiger Klicks möglich wird.

Welche Kernbereiche könnten für Banken gefährlich werden

Wenn es um die Kapitalanalage geht, so haben Banken das von Ihnen so vehement vermittelte Vertrauen zum Großteil verspielt. Wenn heutzutage jemand eine Beratung in Anspruch nimmt dann, weil die eigenen Kenntnisse nicht ausreichen und man sonst keinen Ansprechpartner findet.

Doch nicht nur der Kapitalanalage-Bereich ist als Absatzmarkt gefährdet, sondern auch der Zahlungsverkehr. Der Zahlungsverkehr stellt den am meisten von FinTechs fokussierten Bereich dar. Laut GFT Group (Consulting und IT-Solutions for Retail- und Investment Banks) und einer Studie, sehen 95 % der befragten Bankmanager eine Gefährdung der Erträge durch das zusätzliche Angebot.

Nehmen wir beispielsweise einen der erfolgreichsten Anbieter, PayPal. Bevor eBay das Unternehmen erworben hatte, wurde es reihenweise Banken angeboten. Heute dürften sich diejenigen Institute auf gut deutsch gesagt in den Allerwertesten beissen. BigPlayer wie Apple oder Google versuchen zumindest Anschluss zu finden mit ApplePay oder GoogleWallet.

Weitere Kernbereiche sind:

PFM (Persönliches Finanzmanagement)Hier ziehen die Banken schon eher mit, beispielsweise die Comdirect-Bank Pionier mit dem „persönlichen Finanzmanager“. Aber auch hier kooperieren die Banken mit FinTechs, die die wiederum White-Label-Lösungen anbieten.
Trading- und Beratungsplattformen Portfoliooptimierung, die den Bankberater ablöst und dem Kunden einfache Strukturen anbietet. Anbieter sind CASHBOARD oder Vaamo. Die deutsche Bank zieht mit ihrem Robo-Advisor mit. Auch die Targo-Bank und die Quirinbank bieten derweil Robo-Advosor an.
KrediteSmava oder Auxmoney sind längst etabliert. Das Peer-to-Peer Lending kommt ohne lange Beratungsgepräche bei der Bank aus und Kredite werden von Privat-Personen gepoolt und vergeben.

Fazit- Banken sollten kooperieren

FinTechs sind auf dem Vormarsch. Dabei ergab eine Umfrage, dass sich viele dieser Start-Ups auf eine Kooperation mit Banken einstellen bzw. sogar auf eine Partnerschaft aus sind, als Quasi-Zulieferer. Wollen Banken ihre Stellung und den nötigen Marktabsatz behalten, dann wäre es empfehlenswert ähnlich der Automobilbranche vorzugehen und die kleinen Unternehmen in ihre Geschäftsbereiche als Partner zu etablieren.

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