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Karmann-Insolvenzverwalter blickt positiv in Zukunft

Ziel ist, so schnell wie möglich aus der Insolvenz rauszukommen

Für eine Fortführung des Unternehmens hat sich der vorläufiger Insolvenzverwalter des angeschlagenen Automobilbauers Karmann, Ottmar Hermann, ausgesprochen. Wenn Kunden und Lieferanten zum Unternehmen stünden, könne bei Karmann weitergearbeitet werden. Das sagte Hermann am Donnerstag in Osnabrück nach einer Betriebsversammlung. Auf dieser wurde die Belegschaft über die Insolvenz unterrichtet. Die wichtigste Aufgabe sei es, jetzt Geld in die Kasse zu bekommen und Lösungen für den Erhalt des Unternehmens zu finden.

Hermann meinte: „Wir wollen so schnell wie möglich aus der Insolvenz rauskommen“. Für die nächsten Wochen seien die Löhne gesichert. Aus dem Insolvenzgeld würden die Mitarbeiter bezahlt. Lösungen für die Weiterbeschäftigung sollten gemeinsam mit Betriebsrat und Gewerkschaft gefunden werden. Für die Mitarbeiter konnte Hermann allerdings keine Entwarnung geben. In einer Insolvenz müsse sich jeder „Sorgen um seinen Job machen“, sagte Hermann.

Am Mittwoch hatte die Geschäftsführung des Osnabrücker Autobauers die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Diesen Schritt hatte sie mit drohender Zahlungsunfähigkeit angesichts bevorstehender finanzieller Verpflichtungen begründet. Karmann beschäftigt momentan 3315 Mitarbeiter. Bereits im März hatte sie die Entlassung von 1340 Beschäftigten angekündigt. (dtn/ij/ddp)

 

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