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News vom 17. September 2008
Der Spitzenverband der Krankenkassen hat mit Ablehnung auf die Forderung der Bundesärztekammer reagiert, Raucher aufgrund ihrer Tabakabhängigkeit als krank einzustufen. die Ärztekammer hatte das Rauchen nicht als “Lifestyle-Problem” eingestuft sondern gefordert das dies als Krankheit anerkannt wird, vergleichsweise wie die Alkoholsucht. Der Verbandssprecher Florian Lanz sagte gegenüber der “Frankfurter Rundschau”, das der Verband hier keinen “besonderen Vergütungsbedarf” sehe. Beratungsgespräche für Raucher zählen nach Meinung von Lanz “zu den Kernaufgaben insbesondere für Hausärzte”. Die Vergütung erfolg daher im Zuge der bestehenden Pauschalen.
Des Weiteren wies Lanz darauf hin, dass die Kassen bereits jetzt auf diesem Gebiet sehr engagiert sind, durch die Finanzierung von Gesundheitschecks und Spezialprogramme zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes. Die Drogenbeauftrage der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD) zeigte sich in dieser Diskussion zurückhaltend. Sie sagte gegenüber dem Fernsehsender N24, dass es schwierig sei, Raucher als krank bzw. süchtig einzustufen, da hierfür eine genaue Differenzierung notwendig sei.
Bätzing sprach sich zunächst dafür aus, bestehende Tabakentwöhnungsprogramme besser zu verbreiten und sich mit dem Vorschlag der Bundesärztekammer genauer auseinanderzusetzen. Vom Bundesverband der Verbraucherzentralen wurden hingegen Bedenken zum Vorstoß der Ärztekammer geäußert. Der Gesundheitsexperte Stefan Etgeton stellte die Frage, ob es sinnvoll sei, “jeden Raucher grundsätzlich zu einem Kranken zu machen?” Zudem stellte er die Frage wie man zwischen Genussrauchern und Kettenrauchern unterscheiden will.
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