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Handelskonzern Metro prüft derzeit eine Trennung von der profitablen Warenhauskette Kaufhof. Interesse hatte bereits Konkurrent Arcandor signalisiert, der sich vorstellen konnte, seine Karstadt-Warenhäuser mit Kaufhof zusammenzuschließen. Inzwischen sind Arcandor-Chef Thomas Middelhoff jedoch Zweifel an den Vorteilen einer solchen Fusion gekommen, da die Abhängigkeit des Konzerns vom deutschen Markt hierdurch eindeutig steigen würde.
Für Metro ist eine Trennung von Kaufhof nicht eilig, deshalb soll ein Verkauf nur für einen guten Preis und unter der Voraussetzung abgegeben werden, dass der Käufer ein schlüssiges Finanzierungskonzept vorlegen kann. Wie der Metro-Vorstandsvorsitzende Eckhard Cordes im März erklärte, spielt Kaufhof mit einem Anteil von 5,5% am Gesamtumsatz der Metro-Gruppe keine große Rolle für das Wachstum des Konzerns.
Dieser Entwicklung verwundert Kaufhof-Chef Lovro Mandac, der äußerte, dass “in der öffentlichen Diskussion fast immer nur von Lösungen die Rede ist, bei denen der Kaufhof mit irgendwem zusammengeht oder von irgendwem übernommen wird. Warum eigentlich?”. Kaufhof sei mit einem Umsatz von 3,6 Milliarden Euro groß und stark genug, um auch als Einzelunternehmen erfolgreich zu sein. Mandac plant eine verstärkte Auslandsexpansion. Hierzu müsse geprüft werden, ob das Konzept auch in anderen Ländern funktioniert, insbesondere osteuropäische Standorte könnten interessant sein. Auch Warenhäuser, die sich noch in Familienbesitz befinden, aber keinen Nachfolger haben, seien interessant für die Kaufhauskette, so Mandac. Aktuell gibt es 126 Kaufhof-Filialen in 80 Städten in Deutschland und 15 Filialen in Belgien. Kaufhof ist damit die zweitgrößte Warenhauskette hinter Karstadt. Im letzten Jahr waren hier 25.000 Mitarbeiter beschäftigt. Von dem Jahresumsatz in Höhe von 3,6 Milliarden Euro kamen 3,2 Milliarden Euro aus Deutschland.
Darüber hinaus forderte Mandac in dem Zeitungsinterview in der “Welt”, dass die Ladenöffnungszeiten in Deutschland völlig frei gegeben werden sollen. Es sollte seiner Meinung nach möglich sein, an jedem ersten Sonntag im Monat und an allen Sonntagen im Dezember öffnen zu dürfen. Als Ausgleich und damit die Wochenöffnungszeit nicht verlängert wird, könnte man die Läden an umsatzschwachen Tagen später öffnen oder früher schließen.
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